Treffen mit pakistanischem Außenminister Sattar

US-Außenminister Colin Powell hat sich zuversichtlich über eine weitere Entspannung im jüngsten Kaschmir-Konflikt zwischen den Atommächten Indien und Pakistan geäußert. Bei einem Besuch in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sagte Powell dem staatlichen Fernsehen, er sei "einigermaßen guten Mutes", dass sich die aufgeheizte Atmosphäre abkühle. Außerdem übrachte Powell eine offizielle Einladung des US-Präsidenten an Musharraf in die USA.
"Wir dürfen keinen Krieg in Südasien riskieren", betonte Powell. "Wir müssen einen Weg finden, um aus dieser Krise herauszukommen." Ziel seiner Mission seien Fortschritte auf diplomatischer und politischer Ebene, sagte Powell. Erst danach werde ein beidseitiger Truppenrückzug von der Grenze erwogen.
Die Gespräche mit Pakistans Präsident Pervez Musharraf und Außenminister Abdul Sattar sollten dazu beitragen, den Entspannungsprozess aufrecht zu erhalten. Seine Anwesenheit in der Region unterstreiche den Wunsch Washingtons nach einer friedlichen Lösung, sagte Powell. Er traf sich zunächst in Islamabad mit seinem Kollegen Sattar und wollte am Abend mit Militärmachthaber Musharraf zusammenkommen. Für Donnerstag sind dann Gespräche in Indien geplant.
US-Präsident lädt Musharraf ein
US-Präsident George W. Bush hat seinen pakistanischen Amtskollegen Pervez Musharraf zu einem Besuch in die Vereinigten Staaten eingeladen. Es gebe zwar noch keinen Termin für den Besuch, aber er solle sehr bald statt finden, sagte US-Außenminister Colin Powell.
Der indische Innenminister Lal Krishna Advani bezeichnete Musharrafs Ankündigung, hart gegen Moslemextremisten im Lande vorzugehen, als "wegweisend". Die indische Regierung werde sehr genau hinsehen, welche Auswirkungen die Versprechen Musharrafs haben werden, sagte er vor Journalisten in Neu Delhi.
Auch Russland begrüßte nach einem Gespräch des stellvertretenden pakistanischen Außenministers Aziz Asmad Khan mit Präsidentenberater Sergej Jastrschembski die angekündigten Maßnahmen gegen Moslemextremisten, wie die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti meldete. Es müssten jedoch weitere Schritte folgen.
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