Mittwoch, 16. Jänner 2002

Damenstreit in Runde zwei

Margot Klestil-Löffler wurde erst kürzlich in die Asien-Abteilung versetzt. Außenministerin Benita Ferrero-Waldner wurde nach der Pensionierung Albert Rohans somit auch diese Rivalin los. NEWS berichtet über das Match Schüssel/Ferrero gegen Klestil/Klestil-Löffler.

Benita Ferrero-Waldner begann die neue Runde im Kampf mit der "First Lady" Margot Klestil-Löffler mit einer subtilen Provokation: Sie ernannte den Enkel von Exbundespräsident Adolf Schärf, Johannes Paul Kyrle, mit Beginn des Arbeitsjahres 2002 zum neuen Generalsekretär ihres Ministeriums. Der zweite Schlag folgte am Tag darauf: In harschen Worten teilte die Ministerin Klestil-Löffler mit, sie sei mit sofortiger Wirkung ihres Amtes als Leiterin des Büros des Generalsekretariats enthoben und stattdessen in die Asien-Abteilung des Außenamtes versetzt.

Klestil-Löffler fielen Argumente dagegen erst nach einigen Schreckminuten ein: Die Asien-Abteilung II/10, Teil der politischen Sektion des Ministeriums, sei ja mit dem Juristen Günther Gallowitsch besetzt. Sie nehme "mit Sicherheit" einem bewährten Kollegen nicht den Schreibtisch weg. Für Gallowitsch werde man schon einen adäquaten Job finden, konterte die Ministerin. In den Medien las die First Lady dann, Gallowitsch sei als Österreichs Botschafter in Pakistan vorgesehen. Ein Augenzeuge der Ereignisse: "Eine fürchterliche Racheaktion der Ministerin, mit der sie offenbar mit Zustimmung des Kanzlers ihrem Intimfeind Klestil eins auswischen wollte. An der Rechtmäßigkeit des Procedere muss ernsthaft gezweifelt werden."

Tatsache ist, dass das Ausschreibungsgesetz vorschreibt, dass Planstellen für eine Abteilungsleitung formell ausgeschrieben werden müssen. Die Pikanterie: Die Abteilung II/10 ist bis dato nicht ausgeschrieben, Klestil-Löffler hätte sich auch gar nicht beworben. Auch die Personalvertretung war nicht informiert.

Lesen Sie die ganze Story in der neuen Ausgabe von NEWS.

16.1.2002 14:13