Auch zwei Österreicher im Voraus-Kommando

Knapp eine Woche nach ihrem Aufbruch ist das erste Vorauskommando des deutschen Kontingents für die Afghanistan-Schutztruppe komplett. Zum Kontingent gehören auch zwei Österreicher sowie Dänen und Niederländer an. Der Voraustrupp aus 100 Soldaten begann am Montag in Kabul mit ersten Patrouillen.
Wann die Hauptkräfte des trinationalen Kontingents eintreffen werden, ist noch nicht ganz klar. Geplant ist die Ankunft für Ende Jänner. Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministers Rudolf Scharping kann es aber auch Anfang Februar werden. Deutschland stellt für die insgesamt 4.500 Mann starke Afghanistan- Schutztruppe 800 bis 1.000 Soldaten. Unter britischer Leitung sollen die Soldaten die neue Übergangsregierung unterstützen und die Sicherheit im Raum Kabul gewährleisten.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte, weitere 89 Bundeswehr-Soldaten sollten am Dienstag von Köln-Wahn in einer niederländischen Maschine vom Typ Boeing DC-10 nach Afghanistan geflogen werden.
US-Bomber greifen erneut El Kaida-Stellungen an
US-Kampfbomber griffen in der Nacht und am Montag früh rund um die Stadt Zhawar in der Provinz Khost mutmaßliche Höhlenverstecke der El Kaida an, wie die in Pakistan ansässige Nachrichtenagentur AIP berichtete. Die US-Armee entdeckte nach eigenen Angaben in ausgedehnten Höhlensystemen Waffenlager der Taliban und der El Kaida. Die USA befürchten, dass sich die in Afghanistan gestürzten Taliban und Kämpfer der El-Kaida in dem Gebiet neu formieren.
Afghanistan wirft UNO Verzögerung bei versprochenen Zahlungen vor
Der Aufbau der Verwaltung und die humanitäre Hilfe in Afghanistan werden durch offenbar akuten Geldmangel behindert. Innenminister Junis Kanuni warf den Vereinten Nationen vor, die versprochenen Mittel für die Bezahlung von Polizisten nicht zu zahlen. Nach Angaben der Zentralbank plünderten die Taliban vor ihrem Sturz sämtliche Konten.
Im Vorfeld der Geberkonferenz am Wochenende in Tokio bezifferte ein internationales Expertenteam die Kosten für den Wiederaufbau in den ersten zehn Jahren auf mindestens 15 Milliarden Dollar (16,8 Mrd. Euro). Pakistan werde 100 Millionen Dollar für den Wiederaufbau zur Verfügung stellen, kündigte ein Beamter des Außenministeriums bei der Wiedereröffnung der Botschaft in Kabul an.
USA suchen Beweise für Verbindungen zwischen El Kaida und Irak
Das US-Verteidigungsministerium sucht nach Informationen der konservativen "Washington Times" gezielt nach Beweismaterial für eine Verbindung zwischen dem Irak und dem El Kaida-Terrornetzwerk, um Argumente für eine Angriff zu untermauern. Das Pentagon habe kurz nach den Terroranschlägen eine geheime Einheit damit beauftragt, tausende von Akten des Geheimdienstes CIA durchzuforsten, um mögliche Verbindungen aufzudecken, berichtete die Zeitung am Montag. Dabei sei bereits herausgekommen, dass mehrere Extremistengruppen im Nahen Osten sowohl von El Kaida als auch von Bagdad unterstützt wurden.
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