Sonntag, 13. Jänner 2002

Der franz. Autoteilehersteller schließt Fabriken

Der französische Autoteile-Hersteller Valeo SA hat den Abbau von insgesamt 5.000 Posten in aller Welt innerhalb der nächsten 18 Monate angekündigt. Dies entspricht einer Reduktion von 7 Prozent der Belegschaft. heißt es in einer Aussendung des Betriebs. Der Sozialplan war bereits im Oktober 2001 angekündigt und mit dem rückläufigen Automobilmarkt begründet worden.

Laut dem Maßnahmenkatalog stehen in Europa 2.500 Postenstreichungen auf dem Programm. 1.370 Arbeitsplätze sollen in Frankreich wegfallen. Geplant ist auch die Schließung einer Fabrik im süditalienischen Neapel, die 154 Angestellte beschäftigt. Die Tätigkeit der schwedischen Valeo-Fabrik von Mjallby soll nach Polen, Frankreich und Spanien verlegt werden.

Valeo, die gegenwärtig 70.000 Lohnempfäger in 143 Produktionsstätten in 25 Ländern beschäftigt, will durch eine interne Umverteilung des Personals und durch externe Neueinstellungen so weit als möglich direkte Entlassungen vermeiden, heißt es in der Aussendung weiter. Die Verhandlungen mit den Sozialpartnern sollen laut Betriebsleitung 18 Monate lang dauern, und erst danach werden - falls es noch nötig sein sollte - direkte Entlassungen vorgenommen.

Valeo hat bereits in den vergangenen Monaten die Schließung mehrerer Produktionsstätten in Deutschland, Polen, Slowenien, Frankreich, Großbritannien und Argentinien angekündigt. Eine Reihe weiterer Fabriken soll verkauft werden. Valeo hat nun den Verkauf von zwei weiteren Fabriken - im französischen St. Aubin und im italienischen Felizzano - angekündigt. Die US-Fabrik von Rochester im Bundesstaat von New York befindet sich bereits in einem Konkursverfahren. Valeo verwirklicht 30 Prozent seines Umsatzes in den USA.

13.1.2002 12:28