Pfusch wächst doppelt so schnell wie Wirtschaft

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Pfuschen feiert in Österreich weiter "fröhliche Urständ". Heuer dürfte die Schattenwirtschaft doppelt so schnell wie die offizielle Wirtschaft wachsen, prognostiziert ein Experte. Der Grund ist klar: Die starke zusätzliche Belastung durch Steuern und Sozialabgaben wegen der einnahmenseitigen Budgetsanierung.
Im Jahr 1975 machte Pfuschen hierzulande "nur" rund 2,0 Prozent des offiziellen BIP oder rund 900 Mill. Euro (12,4 Mrd. S) aus, bis heute ist das wertmäßige Volumen aus Schwarzarbeit rasant nach oben geschnellt und hat sich mehr als verzwanzigfacht.
20x so viel Pfusch!
Für 2002 schätzt der Linzer Professor das Volumen der heimischen Pfuschwirtschaft auf 10,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), nach seinen Berechnungen entspricht das 21,8 Mrd. Euro (300 Mrd. S).
Die Schwarzarbeit wird heuer in Österreich um gut 3 Prozent zunehmen und damit rund doppelt so stark wachsen wie das offizielle BIP, für das die österreichischen Wirtschaftsforscher einen Anstieg um 1,2 Prozent (Wifo) bis maximal 1,6 Prozent (IHS) annehmen.
Im vergangenen Jahr stieg Österreichs "Pfusch-Quote" von 10,1 auf voraussichtlich 10,5 Prozent des BIP (offizielle Statistiken fehlen noch), das Volumen des "Schwarzverdienens" dürfte von 19,8 Mrd. Euro (2000) um nahezu 7 Prozent auf 21,1 Mrd. Euro (Schätzung 2001) zugelegt haben.
Einzige Lösung: Steuersenkung
Nur eine konsequente Senkung der Abgaben auf den "Faktor Arbeit" könne das Wachstum der Schattenwirtschaft weiter eindämmen oder zum Stagnieren bringen, meint Professor Schneider. Außerdem sollte darüber nachgedacht werden, wie etliche Dienste, die heute in der Schattenwirtschaft erbracht werden, legalisiert werden. Es müsse für die offizielle Wirtschaft attraktiv werden, diese Leistungen anzubieten.

