Mittwoch, 9. Jänner 2002

Tourismus-Manager jubeln über Winter 2002

56 Millionen Nächtigungen für 2002: Der Wintertourismus sprengt heuer alle Rekorde: Perfekte Schneelage, traumhaftes Wetter und exzessives Après-Ski sorgen für einen Rekordwinter an der alpinen Ski-Front.

Der Berg ruft. Auf den österreichweit rund 22.000 Pistenkilometern tummelten sich in den vergangenen Wochen Millionen Ski- Enthusiasten. Alle bedeutenden Wintersportorte waren über die Weihnachtsferien restlos ausgebucht. „Wir hätten jedes unserer 9.800 Gästebetten dreimal belegen können“, fühlt sich Michael Horn, Obmann des Kitzbüheler Tourismusverbandes, in den siebenten Skihimmel versetzt. In der 22.000 Betten starken Dachstein-Tauern-Region zeichnet sich bereits jetzt – drei Monate vor Saisonende – ein Rekord ab.

Tourismus-Manager jubeln über Rekord-Winter
„Wir können diese Wintersaison erstmals 1,5 Millionen Nächtigungen erreichen“, jubelt Tourismusmanager Georg Bliem. Und Markus Pausackerl, Geschäftsführer der Semmering-Hirschenkogel-Bergbahnen, spricht nur noch in Superlativen: „Die Saison läuft für uns bisher sensationell. Wir haben heuer 15 Prozent mehr Gäste.“

Überall in den heimischen Skizentren zwischen Arlberg und Semmering herrscht dieser Tage Aufbruchstimmung. Die Wintersportbranche carvt und boardet auf einer noch nie da gewesenen Erfolgswelle. Das Rekordergebnis aus dem Vorjahr – 2,1 Millionen Ankünfte, 55,3 Millionen Nächtigungen und ein Umsatz von 8,3 Milliarden Euro (115 Mrd. Schilling) – wird aller Voraussicht nach übertroffen werden.

Enorme Bettenauslastung nicht nur zum Hahnenkammrennen
Längst sind die letzten Gästebetten in der noblen Sport-Hochburg Kitzbühel vergeben. Die Gastronomen rüsten sich für vier Renntage, an denen vor und in allen Lokalen der historischen Stadt täglich 24 Stunden die Post abgeht. Über 100.000 Zuschauer vor Ort und 150 Millionen Sportbegeisterte an den Fernsehschirmen sind schließlich nicht nur eine einmalige Einnahmequelle, sondern auch eine erstklassige Werbegelegenheit. „Für Kitzbühel ist es eine unbezahlbare Möglichkeit, neue Gäste anzusprechen. Nicht zuletzt ist es aber für den Fremdenverkehr in ganz Tirol entscheidend, wenn die weißen Hänge der Streif über die Bildschirme flimmern“, unterstreicht Michael Horn, Obmann des Tourismusverbandes Kitzbühel und legendärer Platzsprecher, die Bedeutung dieses Wochenendes. Jahrhundertwinter.

Selbst wenn der Zustrom in die Tiroler Alpen groß ist – Angst vor leeren Gästebetten kennt man auch in anderen Tourismusregionen nicht. Vielmehr lassen die ausgiebigen Schneefälle rechtzeitig vor den Weihnachtsfeiertagen für Österreichs Wintersport-Eldorados ein neues Spitzenergebnis erwarten. „Die Saison ist außerordentlich gut gestartet – quer durch alle Bundesländer. Und auch für die weitere Entwicklung bin ich sehr optimistisch. Ich hoffe, dass wir einen Rekordwinter erreichen“, frohlockt Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann.

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9.1.2002 16:54