Stromkollekte in Evangelischen Kirchen

Strom bis zur Hälfte preiswerter können ab jetzt die Mitglieder der Evangelischen Kirchen in Österreich beziehen. Das ermöglicht ein Strom-Einkaufspool, der seine Arbeit noch im Jänner aufnehmen wird. Seit Oktober 2001 kann man in Österreich Strom auf dem freien Markt beziehen und seinen Stromlieferanten frei wählen. Das hat sich die Evangelische Kirche für ihre Mitglieder zu Nutze gemacht.
Kirchenrat Heinrich Schwarz: "Bei rund 350.000 Mitgliedern unserer Kirchen, die mögliche Kunden für diesen Pool sind, können wir natürlich Einfluss auf den Anbieter bei der Preisgestaltung nehmen." Nutznießer werden die Mitglieder der Evangelischen Kirchen sein. Im Dezember haben die Pfarrgemeinden eine Aussendung des Kirchenamts erhalten, die über den Strompool informiert und zur Beteiligung einlädt. Mit einer Vollmacht vom Stromkunden versehen, sucht das Kirchenamt dann den günstigsten Anbieter.
Evangelische Kirche verdient "natürlich nichts"
Absehbar ist "auf jeden Fall ein Arbeitspreis von weniger als vier Cent pro Kilowattstunde" (50 Groschen). Lieferanten sind unter anderen die Salzburg AG und der Verbund. Die Evangelische Kirche verdient an diesem Geschäft "natürlich nichts", betont Schwarz, "das ist ein Service für unsere Mitglieder."
Stromkollekte
Als besonderes Angebot der Salzburg AG kann eine "Stromkollekte" für einen bestimmten Zähler eingerichtet werden, also etwa der Kirche oder des Gemeindehauses: Für die Pfarrgemeinde erfolgt dann eine Regelstromkreis- Abrechnung, die eine Gutschrift zu Gunsten dieses Zählers gutschreibt, je nachdem, wieviel Strom in ihrem Gemeindegebiet bezogen wurde.

