Premier Zeman: Wieder kein Zuschlag erteilt

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Die geplante Privatisierung des tschechischen Energiekonzerns CEZ, Betreiber des AKW Temelin, ist am Mittwoch erneut vorerst geplatzt und daher weiter aufgeschoben worden. Die Regierung in Prag hat keinen Zuschlag erteilt und den Tender aufgehoben.
Dies teilte der tschechische Premierminister Milos Zeman am Mittwochnachmittag in einem Pressegespräch nach der Regierungssitzung mit. CEZ betreibt unter anderem das umstrittene Atomkraftwerk Temelin.
CEZ-Verkauf nun Sache der nächsten Regierung
Bis 28. Februar sollen das tschechische Finanzministerium sowie das Industrie- und Handelsministerium nun Vorschläge zum weiteren Vorgehen in der Privatisierung von CEZ vorlegen, sagte Premier Milos Zeman weiter. Es galt am Mittwoch aber als unwahrscheinlich, dass die Regierung vor den Parlamentswahlen im Mai oder Juni den Prozess abschließt.
Das sozialdemokratische Kabinett von Ministerpräsident Milos Zeman folgte mit der Aufhebung des Ausschreibungsverfahrens der Empfehlung der Privatisierungs-Kommission, die am vergangenen Montag die neuen Angebote der Electricite de France (EdF) und des Konsortiums der italienischen Enel und der spanischen Iberdrola erörtert hatte.
Der Verkauf von CEZ wird damit praktisch an die die nächste tschechische Regierung "delegiert", die aus den für Mai oder Juni geplanten Parlamentswahlen hervorgehen wird.
Zeman: Angebote haben Erwartungen nicht erfüllt
Zeman sagte heute, die Angebote hätten nicht die Erwartungen erfüllt. Die Prager Regierung hatte für 67 Prozent an CEZ sowie sechs Vertriebsgesellschaften mindestens 200 Mrd. Kronen (6,2 Mrd. Euro) verlangt und den Verkauf zudem mit etlichen Auflagen versehen. EdF hatte zwar rund 6,6 Mrd. Euro geboten, wollte aber einige Auflagen nicht erfüllen. Enel-Iberdrola bot etwa 4,0 Mrd. Euro.

