Fluglotsen und Bankangestellte in Italien streiken

Italien findet nicht aus dem Streik-Chaos: Seit gestern streiken die Bankangestellten, nicht einmal die Bankomaten werden aufgefüllt. Heute bekamen die Streiker Gesellschaft - von den Fluglotsen. Ihr Arbeitskampf hat prompt zu den erwarteten Behinderungen im Luftverkehr geführt.
Mehrere Passagiere, die über die Arbeitskampfmaßnahme nicht informiert waren, reagierten mit Entrüstung und heftigen Protesten auf die Streichung zahlreicher Flüge. Nebel verschärfte die Situation an manchen Airports.
"Wir kämpfen um die Rettung und Neubelebung des italienischen Flugverkehrs", versuchte ein Gewerkschafter den Unmut der Passagiere zu besänftigen. "Wir wollen unsere Arbeitsplätze verteidigen." Seit einigen Wochen sind Schwierigkeiten in der italienischen Luftfahrt an der Tagesordnung. Die nationale Fluggesellschaft Alitalia hatte unlängst die Streichung von 3.500 Arbeitsplätzen im Zuge von tief greifenden Umstrukturierungsmaßnahmen zur Eindämmung des Schuldenberges angekündigt.
Mit Schwierigkeiten ist auch in den nächsten Tagen zu rechnen. Für 18. Jänner ist ein achtstündiger Streik im italienischen Flugverkehr geplant, um gegen die Aufweichung des Kündigungsschutzes zu protestieren, die von der Regierung von Silvio Berlusconi geplant ist.

