Dienstag, 8. Jänner 2002

SPEZIAL: OLYMPIA 2002

Die erste Staffel unserer Olympia-Asse (Eishockey & Biathlon) ist sicher in Salt Lake City gelandet. Österreichs Olympioniken bezogen gleich die Zimmer im Olympischen Dorf (DIE BILDER !). Und das Eishockey-Team hat im eiskalten Salt Lake City - bis zu minus 20 Grad - auch schon das 1. Training absolviert.

Das Eishockey- und das Biathlon-Team sind am späten Donnerstag Abend (Ortszeit) als erste größere Gruppe des österreichischen Olympia-Aufgebots in Salt Lake City gelandet. Nach einer rund 20-stündigen Reise trafen die 25 Athleten und ihre Betreuer in der Metropole des Staates Utah ein. Die ÖSV-Skijäger, für die Sportdirektor Walter Mayer das Empfangskomitee bildete, reisten gleich in ihr Olympia-Quartier im rund 70 Kilometer entfernten Midway weiter, wo sie in der Nähe ihrer Wettkampfstätte wohnen.

Den Sportlern und Betreuern - leicht erkennbar an ihrer speziellen Bekleidung - blieben die strengen Sicherheitskontrollen auf den Flughäfen weitgehend erspart, "normale" Reisende mussten in Wien bzw. beim Umsteigen in Washington mehrfach den Wünschen des überaus freundlichen Personals Folge leisten, Gepäck öffnen, Schuhe ausziehen, Laptops einschalten (um zu zeigen, dass es sich um keine Attrappe handelt) etc. Lange Wartezeiten gab es trotz der verständlichen Kontrollen aber nicht.

Die Biathleten mit den heuer im Weltcup siegreichen Christoph Sumann und Daniel Mesotitsch an der Spitze trafen in Midway auf die ÖSV-Langläufer, die zum Teil schon seit zehn Tagen auf den Olympia-Anlagen in Soldier Hollow trainieren. Für die ersten Langläufer wird es am 9. Februar (30 km Skating mit Massenstart) ernst, die Biathleten absolvieren ihren ersten Wettkampf (20 km) zwei Tage später. Für diese Ausdauersportler ist es besonders wichtig, sich optimal auf die Höhenlage (Loipen zwischen 1.600 und 1.800 m) einzustellen. Das Hockey-Team stand 20 schon auf dem Eis. Die Mannschaft hat in den nächsten Tagen ein hartes Programm vor sich. Schon am Samstag ist Frankreich im ersten von drei Vorbereitungsspielen der Gegner. Jeweils zwei Tage später spielt die ÖEHV-Auswahl gegen die Ukraine und gegen Weißrussland, ehe am 9. Februar (03:00 MEZ) Lettland der erste Gegner im olympischen Eishockey-Turnier ist.

Nach Temperatursturz eisige Kälte in Salt Lake City
In Salt Lake City hat gut eine Woche vor Eröffnung der Olympischen Winterspiele das große Zittern begonnen. Aber nicht aus Angst vor Terroranschlägen. Vielmehr trieb ein Temperatursturz eisige Kälte in die Glieder. Am tiefsten fiel die Quecksilbersäule im 70 Kilometer von der Olympia-Stadt entfernten Soldier Hollow, wo ab 9. Februar die Skilangläufer und Biathleten um die Medaillen wetteifern. Dort wurden bis zu minus 25 Grad gemessen. Für die Skijäger würde das bedeuten, dass sie zum Wettkampf nicht in die Spur gehen dürften. Die Grenze liegt bei bei minus 20 Grad.

Der Kälteeinbruch bereitet den Organisatoren vom SLOC (noch) keine zusätzlichen Kopfschmerzen. Ihre Konzentration gilt vor allem der Absicherung der zehn Wettkampfanlagen. Während Olympisches Dorf und Medienzentrum schon jetzt durch mehrere Sicherheitsringe hermetisch abgeschlossen sind und nur Akkreditierte Zutritt haben, werden die Arenen einem letzten Sicherheitscheck unterzogen.

8.1.2002 10:40