Mittwoch, 9. Jänner 2002

Aufstieg nur mehr theoretisch

Die Vienna hotVolleys stehen in der Volleyball-Champions-League der Herren vor dem Out. Der österreichische Double-Meister verlor am Donnerstag in Gruppe B bei Lewski Sofia nach über zweistündiger Spielzeit 2:3 (-19,20,29,-22,-11) und kann nach der dritten Niederlage im vierten Spiel nur noch theoretisch den Aufstieg in das Viertelfinale schaffen.

Beste Scorer der Gäste waren McKienzie und Priddy (je 18) sowie Laninovic (16). In der Tabelle sind die hotVolleys mit fünf Punkten hinter Kedzierzyn (7), Olympiakos und Sofia (je 6) Letzte.

Adam McKienzie spielte in der Grundsechs statt des an der Schulter verletzen Darko Antunovic und machte seine Sache recht gut. Doch auch Brandon Taliaferro (schwere Handprellung) und Dejan Laninovic (Meniskus) waren verletzt und mussten dem Druck der Bulgaren vor voll besetzten Tribünen Stand halten. "Laninovic wird sich auch demnächst operieren lassen müssen. Die Verletzungen sollen aber keine Entschuldigung sein. Wir hätten die Partie trotzdem gewinnen müssen", analysierte der enttäuschte hotVolleys-Manager Peter Kleinmannn.

Im vierten Satz vor Sieg
Tatsächlich stand der ÖVV-Meister im vierten Satz schon vor dem Sieg. Nach klarem Verlust des ersten Satzes vor allem wegen zu unkonstanten Spiels erfingen sich die Wiener und entschieden nach dem zweiten Durchgang auch den psychologisch scheinbar entscheidenden dritten Satz für sich. Nachdem Sofia drei Satzbälle vergeben hatte, verwerteten die hotVolleys ihren fünften und hatten in Satz vier daher ein großes Plus. Doch durch etliche Eigenfehler nach einer 21:19-Führung brachte man die Gastgeber zurück ins Spiel.

So musste wie schon vor zwei Jahren ein fünfter Satz entscheiden. Damals hatte der ÖVV-Klub das glücklichere Ende für sich, diesmal verhinderte das ein schlechter Start ins Tiebreak. Abermals ließen hotVolleys-Eigenfehler die Bulgaren davon ziehen und obwohl der Rückstand noch einmal auf nur einen Punkt schmolz, ließen sich die Heimischen den Sieg nicht mehr nehmen. Der erste Matchball wurde nach einem Annahmefehler von Richard Lambourne genützt. Der Libero hatte auch im vierten Satz einige Male gepatzt.

Die hotVolleys spielen am nächsten Dienstag in Kedzierzyn ihr letztes Auswärtsspiel, am Mittwoch der darauf folgenden Woche (23.1.) kommt Olympiakos ins Dusika-Stadion. Nur bei zwei Erfolgen könnten die hotVolleys bei Punktegleichheit noch mit dem besseren Satz- oder Punkte-Quotienten weiter kommen. Kleinmann sieht die Ausgangslage freilich realistisch: "Wir sind zum zweiten Mal in Folge in der Champions League gescheitert."

9.1.2002 10:45