Montag, 7. Jänner 2002

Daviscup-Sieger Clement unterlag in Sydney Ferreira

Barbara Schett hat eine Woche vor den Australian Open eine Erstrunden-Niederlage in Sydney kassiert. Die Tirolerin unterlag am Dienstag bei dem mit 585.000 Dollar dotierten Turnier der an Nummer fünf gesetzten Belgierin Justine Henin 6:7 (3/7), 3:6. Stefan Koubek scheiterte in Aukland. Lindsay Davenport musste für die Australian Open absagen.

Die Nummer eins im Damentennis, die US-Amerikanerin Lindsay Davenport, hat ihre Teilnahme an den Australian Open verletzungsbedingt abgesagt. Dies erklärte am Dienstag der Turnierveranstalter in Melbourne. Die Australian Open-Siegerin aus dem Jahr 2000 laboriert an einer Knieverletzung,
die sie sich bereits im vergangenen November zugezogen hatte. Laut dem Turnierdirektor Paul McNamee war es bitter für Davenport, auf das erste Grand Slam-Turnier des Jahres verzichten zu müssen. Die Australian Open beginnen am kommenden Montag in Melbourne.

Schett und Koubek sind draussen
Für Barbara Schett, Stefan Koubek und Markus Hipfl steht das Tennisjahr 2002 bisher unter keinem guten Stern. Schett und Koubek verloren am Dienstag bei ihren Australian Open-Generalproben in Sydney bzw. Auckland ihre Erstrunden-Partien gegen die als Nummer fünf gesetzte Belgierin Justine Henin (6:7,3:6) bzw. den Spanier Felix Mantilla (6:7,2:6) und sind damit nach zwei Auftritten in diesem Jahr noch ohne Single-Sieg. Gleiches gilt für Hipfl, der nach seinem Erstrunden-Out in Doha (Jiri Novak) bereits in der Quali von Auckland wegen einer Grippe gleich zum Auftakt aufgegeben hatte.

Barbara Schwartz schlug Christina Wheeler
Nachdem Patricia Wartusch am Vortag in Canberra ausgeschieden war, gab es wenigstens für Barbara Schwartz ein Erfolgserlebnis. Österreichs Nummer zwei, die nach ihrem Out in der Quali als Lucky Loser ins Hauptfeld gerutscht war, schlug am Dienstag in Hobart die Australierin Christina Wheeler 6:1,5:7,6:3 und verzeichnete damit in diesem Jahr nach Auckland (Zweitrunden-Niederlage gegen Anne Kremer) ihren zweiten Saisonsieg in einem Hauptbewerb. In Runde zwei dieses 110.000 Dollar-Turniers geht es allerdings gegen die als Nummer eins gesetzte Titelverteidigerin Rita Grande (Italien).

Schett: Nach 82 Minuten out
Schett, die beim Einladungsturnier in Hongkong gegen Mary Pierce (FRA) verloren hatte, hielt den ersten Set gegen die Wimbledon-Finalistin Henin lange Zeit offen, nach der Niederlage im Tie-Break (3:7) übernahm aber die Weltranglistensiebente aus Belgien klar das Kommando und stand nach 82 Minuten trotz 38 unerzwungenen Fehlern in Runde zwei. Die im WTA-Ranking auf Platz 21 geführte Tirolerin kassierte damit im vierten Duell mit Henin die dritte Niederlage. Sie kann nun wie Koubek und Co. nur hoffen, dass sie am Freitag bei der Auslosung für die Australian Open ein gutes Los erwischt.

Für die erste Top-Sensation im Neuen Jahr sorgte Paradorn Srichaphan. Der 22-jährige Thailänder, in der Vorwoche im Finale von Chennai, schlug in Sydney den französischen Topfavoriten Sebastien Grosjean 6:3,6:4 und warf damit immerhin die Nummer fünf der Welt aus dem Bewerb. Als Asien-Meister ist er übrigens bei den Australian Open mit einer Wild Card dabei.

Martina Hingis, die sich am 13. Oktober in Filderstadt einen doppelten Bänderriss im rechten Knöchel zugezogen hatte, absolvierte am Dienstag ihr erstes Match seit ihrer Operation und gab gegen die US-Doppelspezialistin Lisa Raymond (6:1,6:1) nur zwei Games ab.

Weltranglistenerste Lleyton Hewitt nicht fix
Offen ist vorerst noch immer, ob der an Windpocken erkrankte Weltranglistenerste Lleyton Hewitt in Melbourne antreten kann oder ebenfalls absagen muss. Die geplante Teilnahme in dieser Woche am Kooyong Classic in Melbourne musste Australiens Lokalmatador absagen.

7.1.2002 11:57