Kapitän Szlezak: "Gewonnener Punkt"

Nach dem 26:26 in Groningen gegen die Niederlande wissen die österreichischen Handball-Herren selbst nicht so genau, ob der Punkt am Mittwoch ein gewonnener oder ein verlorener war. "Klar waren wir in der ersten Emotion enttäuscht, schließlich haben wir bereits mit sechs und drei Minuten vor Schluss noch mit drei Toren geführt", erklärte Team-Kapitän David Szlezak. Er strich aber dennoch das Positive hervor. "Wenn man ein bisschen Abstand gewonnen hat, kommt man zur Ansicht, dass dieser Punkt ein gewonnener ist."
Nun gelte es das "Rückspiel" am Samstag (18:00 Uhr) in Wörgl zu gewinnen und damit im direkten Duell siegreich zu bleiben. "Das wäre schon was, denn für mich sind die Niederländer in unserer Gruppe das beste Team ", meinte der Deutschland-Legionär, der die starke Leistung vor allem in der ersten Hälfte hervorhob. "Da haben wir im Angriff effizient gespielt und in der Deckung mit der nötigen Begeisterung agiert."
Der Schwung aus der ersten Partie müsse für die nächsten Matches konserviert werden. "Wir haben gesehen, dass wir gute Leistungen bringen können, aber es kann schnell gehen, dass wir wieder schlecht spielen. Wir müssen jederzeit in der Lage sein, auf einem bestimmten Level zu spielen", sagte der 27-Jährige und ist mit den Gedanken schon ein bisschen beim Spiel in Georgien. "Dort ist ein starke Psyche gefragt, denn dort spielen wir nicht nur gegen Georgien, sondern auch gegen die Rahmenbedingungen. Wir dürfen uns nicht vom schlechten Hotel, vom schlechten Essen und von möglicherweise parteiischen Schiedsrichtern aus dem Konzept bringen lassen."
Handball-WM-Qualifikation:
Niederlande - Österreich 26:26 (11:16)
Tore für Österreich: Galic 7/1, Szilagyi 6, Szlezak 5/1, Fölser 5, Graf 2, Günther 1
Finnland - Georgien 23:20
