Dreitägiger Bewerb mit Teams aus 13 Ländern

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Ab Samstag, 19. Jänner, wird sich die steirische Landeshauptstadt Graz für eine Woche in eine Eis-Metropole verwandeln: Erstmals in Europa wird die Eiskunstschnitz-Weltmeisterschaft ausgetragen, die - inklusive Publikumsprogramm - bis 26.Jänner dauern wird.
30 der besten Eisschnitzer aus 13 Ländern werden in Zweierteams aus jeweils rund zweieinhalb Tonnen Eis in einem vorgegebenen Zeitrahmen ihre glitzernden Kunstwerke erschaffen. Für Österreich ist der dreifache Weltmeister Gert J. Hödl am Start, der sich bereits durch die Grazer Eiskrippe einen Namen gemacht hat.
"Ice Art World Championship 2002" nennt sich die Veranstaltung, die laut Organisator Graz Tourismus nur einen indirekten Vorläufer 1995 in Linz hatte: Dort war die International Ice Sculpture Association of Japan der Ausrichter eines Design Championships, jetzt, beim ersten Art Championship, hat die National Ice Carving Association NICA die Leitung inne.
Der Bewerb selbst wird ab 23. Jänner im Renaissancehof des Grazer Landhauses abgehalten. An drei Tagen wird bis zu zwölf Stunden lang gesägt, gebohrt und gemeißelt. Jedes Team erhält 18 Eisblöcke zu je 135 Kilogramm (insgesamt 2.430 Kilogramm Eis), die aus Brüssel angeliefert und zwischenzeitlich in einem Kühlhaus bei Graz gelagert wurden.
Die Kandidaten haben 30 Stunden Zeit, Kunstwerke mit einer Höhe von bis zu 3,35 Meter zu zaubern. Lokalmatador Gert J. Hödl wird versuchen, die Jury mit einem Eisbildnis von Arnold Schwarzenegger zu beeindrucken. Andere Motive werden zum Beispiel eine Eisprinzessin, ein afrikanischer Akrobat oder eine Darstellung des versunkenen Atlantis sein, so die Veranstalter. Die Siegerehrung ist dann für den 26. Jänner (11.00 Uhr) in Verbindung mit einer Live-Performance vorgesehen.
Attraktiv für das Publikum ist aber nicht nur der Bewerb an sich, sondern auch die Mini World aus Eis, die bereits in den Tagen vor der WM ab 19. Jänner in der Grazer Altstadt entstehen wird. Zu sehen sein werden u.a. Eiffelturm, Brandenburger Tor oder die Meerjungfrau von Kopenhagen. "Center Piece" dieser Schau wird laut Organisatoren ein von Eiskrippenbauer Hödl gestaltetes 20 Tonnen schweres Eisschloss im Landhaushof sein.
Nachdem die Grazer Eiskrippe in den vergangenen Jahren zu einem Markenzeichen der Stadt Graz geworden ist, erwarten sich die Veranstalter von diesem Event - die Kosten wurden mit 250.000 Euro (3,44 Mill. S) kolportiert - ebenfalls eine touristische Belebung.
(S E R V I C E - Ice Art World Championship 2002, 23. bis 26. Jänner, Graz, Landhaushof, Publikumsprogramm ab 19. Jänner. Weitere Informationen über Graz Tourismus Tel. 0316/8075-0 bzw. über Internet unter http://www.graztourismus.at/iceart)
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