Soldaten sollen zunächst in Bagram bleiben

Mit zweitägiger Verspätung sind heute Früh die rund 100 deutschen und niederländischen Soldaten der UNO-Voraustruppe für Afghanistan im Einsatzgebiet gelandet. 60 Soldaten aus Österreich werden unter UNO-Kommando sechs Monate lang in Afghanistan im Einsatz sein, wie im Ministerrat beschlossen wurde (der Beschluss im Wortlaut).
Wie der Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam, Karl Henning Kröger, mitteilte, sollen die Soldaten zunächst in Bagram bleiben, um nachfolgende Transportmaschinen zu entladen. Noch am Freitagvormittag würden zwei gecharterte Antonow- Transportmaschinen mit Ausrüstung und Fahrzeugen aus Baku erwartet.
Erst einmal müsse die komplette Ausrüstung entladen, ausgepackt und in Betrieb genommen werden, sagte Kröger. Später werde der deutsche Trupp in einem leergeräumten Lagerhaus bei Kabul untergebracht.
Die Soldaten waren am späten Donnerstagabend aus der Türkei in Richtung Afghanistan gestartet. Der Abflug vom Flughafen Trabzon war bis zuletzt ungewiss gewesen, nachdem Schneestürme in der Türkei und schlechtes Wetter am Zielort den Zwischenstopp immer wieder außerplanmäßig verlängert hatten.
Insgesamt wird Deutschland mit voraussichtlich 800 bis 1000 Soldaten nach Großbritannien den größten Teil der 4500 Mann starken Sicherheitstruppe unter UNO-Mandat stellen. Die Soldaten werden in beheizten Zelten untergebracht. "Es wird zunächst ein spartanisches Leben für die Soldaten werden", sagte der Leiter des Kommandos, Brigadegeneral Claus Hubertus von Butler, vor der Reise nach Bagram.
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