Donnerstag, 3. Jänner 2002

Betten sind aus Eis geschlagen

Ein Hotel komplett aus Eis und Schnee ist in der Nähe der kanadischen Stadt Quebec eröffnet worden. Das 3.000 Quadratmeter große Gebäude von vergänglicher Schönheit beherbergt neben 31 Zimmern ein Kino, Kunstgalerien und eine Schlittschuhbahn. Für eine Nacht im Polarschlafsack auf dem Eisbett müssen 300 US-Dollar (340 Euro/4.684 S) hingeblättert werden. Kuscheln gehört hier zur Überlebenstaktik.

76 Gäste können in der Herberge logieren, so Hotelsprecherin Veronique Cyr. Ein Paar aus New York verbrachte bereits eine Nacht in der Schneeherberge. Nach anfänglicher Skepsis waren beide begeistert, betonte Cyr.

Die aus Eis geschlagenen Betten sind mit Sperrholzplatten bedeckt, auf denen Matratzen in einer Schutzhülle aus polartauglichem Dämmmaterial liegen. Darüber sind nochmals vier Auflagen aus Rehleder und ein Schlafsack ausgebreitet, der vor Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius schützt. Die Raumtemperatur in dem Eispalast liegt beständig bei drei Grad Celsius. Insgesamt 11.000 Tonnen Schnee und 350 Tonnen Eis bilden das Gebäude, das bis Ende März geöffnet sein soll - es sei denn, die Natur entscheidet anders.

3.1.2002 11:01