Freitag, 4. Jänner 2002

Höchster Stand seit November 2001

Der Ölpreis ist am Freitag bei verstärkter Nachfrage wegen der kalten Witterung in Europa und den USA deutlich gestiegen. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar verteuerte sich in London um 1,02 Dollar auf 21,68 Dollar (23,99 Euro/330,15 S) je Barrel (159 Liter).

Der Preis für amerikanisches Öl erhöhte sich um 56 Cent auf 20,93 Dollar. Der Ölpreis liege damit auf dem höchsten Stand seit November 2001, sagten Händler.

Die kalte Witterung in Europa habe die Nachfrage nach Rohöl verstärkt, hieß es im Handel. Auch Teile der USA würden derzeit von einer Kältewelle heimgesucht. Der Öllagerbestand in den USA fiel nach Angaben der Energy Information Administration (EIA) bereits in der Woche zum 28. Dezember um 2,2 Millionen Barrel auf 309,9 Millionen Barrel.

Mit großer Aufmerksamkeit werde nun verfolgt, ob die von den Ölförderländern beschlossene Produktionskürzung auch eingehalten werde, sagten Händler. Die Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) hatte am vergangenen Freitag eine Senkung der Förderung ab Jänner um 1,5 Millionen Barrel täglich für die Dauer von sechs Monaten beschlossen. Die fünf Ölförderländer, die nicht der OPEC angehören, haben dem Kartell bereits eine Senkung ihrer Fördermengen um 462.500 Barrel täglich zugesagt.

4.1.2002 20:38