Weinmarketing zieht positive Bilanz 2001

Österreichs Weinwirtschaft will sich künftig noch stärker auf den Export und im Inland auf die jüngeren Konsumenten konzentrieren. Die Bilanz für das Jahr 2001 falle positiv aus, die Wertschöpfung aus dem Export konnte gesteigert werden.
Das sagte der neue Geschäftsführer der Österreichischen Weinmarketing, Michael Thurner, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Die Nachfrage im Inland sei stabil und die Bildung der ersten regionalen Weinkomitees würden durchaus positiv beurteilt, erläutert Weinbau-Präsident und Vorsitzender des Nationalen Weinkomitees, Josef Pleil.
Die Entwicklung der ersten neun Monate lasse auf einen Gesamtwert der Weinexporte 2001 von 43 Mill. Euro (592 Mill. S) schließen. Generell sei in den ersten drei Quartalen des Vorjahres etwas weniger Menge exportiert worden, jedoch zu besseren Preisen, sagte Thurner. Künftig wolle man sich noch mehr auf Hauptexportmärkte wie Deutschland, Schweiz oder die USA konzentrieren. Nahe gelegene Zukunftsmärkte wie Tschechien oder Polen müssten jedoch forciert werden, gibt Thurner den Weg für die Zukunft vor.
Im Inland hat österreichischer Wein nach wie vor einen stabilen Marktanteil von 80 Prozent, jedoch fehle es nach wie vor an Rotwein: Während 44 Prozent Rotwein konsumiert würden, decken Österreichs Winzer nur 28 Prozent des Bedarfs ab.

