Ein Drittel mehr Passagiere

Trotz der weltweiten Luftfahrt-Krise seit den Terroranschlägen vom 11. September hat die Fluglinie Air Berlin ihr Passagieraufkommen deutlich gesteigert. Im vergangenen Jahr beförderte die Linienfluggesellschaft mit Schwerpunkt Urlaubsflügen rund 5,5 Millionen Passagiere. Dies seien 33,5 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mit. Trotzdem hat das Unternehmen seine Erwartungen für das Jahr 2002 zurückgeschraubt.
Der Umsatz stieg von 796 Mio. DEM auf 1,1 Mrd. DEM (562 Mio. Euro/7,74 Mrd. S). Die Kosten seien jedoch wegen des erhöhten Sicherheitsaufwands und teurerer Versicherungsprämien in Folge der Anschläge gestiegen.
Im Unterschied zu vielen anderen Fluglinien seien bei Air Berlin kaum Buchungen storniert worden, teilte Geschäftsführer Joachim Hunold mit. Einbußen habe es nur auf den Routen nach Ägypten gegeben. Zum Teil werde dies jedoch durch ein höheres Spanien-Aufkommen wett gemacht. Air Berlin befördert zwei Drittel der Fluggäste zu spanischen Zielen, vor allem nach Palma de Mallorca. Die Fluggesellschaft bedient mittlerweile 17 deutsche Flughäfen.
Für das Jahr 2002 hat das Unternehmen die Erwartungen jedoch zurückgeschraubt. Anstatt der vorgesehenen 30 Maschinen werde Air Berlin im kommenden Sommer nur 28 Flugzeuge einsetzen, kündigte Hunold an. Derzeit fliegt die Gesellschaft mit 26 Maschinen.

