Etappensieg geht an "Assa Abloy"

Die Deutsche Yacht "Illbruck" ist am Freitag zwar in letzter Minute noch ausgebremst worden, ist aber trotzdem nach dem ersten Drittel des Volvo Ocean Race die Nummer eins. Mit dem vierten Platz auf der dritten Etappe, die in Auckland endete, haben die Mannen um US-Skipper John Kostecki ihre Führung in der Gesamtwertung erfolgreich verteidigt. Mit 21 Punkten liegt die "Illbruck" nun vor dem Atomic-Boot "Amer Sports One" (FIN/18) und der "News Corp" (AUS/16) in Front.
Der Sieg auf der dritten Etappe ging an die schwedische "Assa Abloy" vor der "Amer Sports One", die damit in der Gesamtwertung den Rückstand verringerte. Im dramatischen Schlussspurt um den dritten Platz nach über 2.050 Seemeilen wurde die "Illbruck" noch von der "Tyco" (Bermudas) abgefangen, verwies aber wenigstens die in der Gesamtwertung aussichtsreich liegende "News Corp" nach acht Tagen auf See um gerade einmal zwei Minuten und 13 Sekunden auf Platz fünf.
Schwedische "Assa Abloy" in Jubelstimmung
Riesenjubel herrschte auf der "Assa Abloy" nach dem Triumph, mit der sich das schwedische Boot auf Platz vier (15 Punkte) der Gesamtwertung vorschob. Nach zwei verpatzten Etappen und dem Weggang des niederländischen Skipper Roy Heiner haben die zu den Favoriten zählenden Skandinavier nun offenbar den Schlüssel zum Erfolg gefunden. Das Feiern muss die Assa-Truppe allerdings noch üben: Der neue britische Skipper Neal McDonald trug nämlich im Siegestaumel ein blaues Auge davon, weil ihm das südafrikanische Crew-Mitglied Mikey Joubert aus Versehen den Korken einer Champagner-Flasche genau ins Gesicht geschossen hatte.
Tausende feierten im Regen
Der Laune des Skippers tat das jedoch keinen Abbruch. "Es ist fantastisch, gerade die Etappe nach Auckland zu gewinnen, weil jeder weiß, wie wunderbar einen die Leute hier empfangen", meinte der Brite. Auckland wird Welthauptstadt des Segelns genannt. In der mit 910.000 Einwohnern größten Stadt Neuseelands sind mehr Boote als Autos registriert, außerdem ist Aucklands Viaduct Basin ab Oktober wieder Hauptstützpunkt des America's Cups, der wichtigsten Segelveranstaltung der Welt. Trotz Dauerregen feierten deshalb Tausende Fans am Freitagmorgen die Weltumsegler frenetisch.
Drei Wochen Pause
Drei Wochen dürfen sich die Segler nun in Neuseeland erholen, bevor am 27. Jänner der Startschuss zur vierten Etappe fällt. Der Kurs führt dann zum zweiten und letzten Mal durch das eisige und gefährliche Südpolarmeer. Zielort der dreiwöchigen Etappe ist die brasilianische Metropole Rio de Janeiro.
Gesamtwertung des Volvo Ocean Race nach der dritten der insgesamt neun Etappen:
1. Illbruck 21 Punkte
2. Amer Sports One 18
3. News Corp 16
4. Assa Abloy 15
5. Tyco 12
6. SEB 11
7. djuice 10
8. Amer Sports Too 5
