Bilder des Bundes verloren und schlecht gelagert

In Österreichs Ministerien wird derzeit fieberhaft nach verschwundenen Kunstwerken gesucht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Hintergrund der Suche ist ein Bericht des Rechnungshof über die sogenannte Artothek.
Die Artothek ist die millionenschwere Kunstsammlung des Bundes, die unter anderem Bilder an Ministerien und öffentliche Stellen ausleiht. Viele der Kunstwerke sind laut Rechnungshof nicht mehr auffindbar, hunderte Entlehnscheine verschwunden. Dazu kommt, dass die Bilder unter katastrophalen Bedingungen gelagert werden.
Helmut Wohnout, Büroleiter von Staatssekretär Franz Morak bestätigt gegenüber FORMAT: "Wir versuchen derzeit, die verschwundenden Bilder anhand der vorhandenen Unterlagen wieder aufzuspüren. Die genauen Nachforschungen wurden unmittelbar nach Bekanntwerden der Abgänge von Staatsekretär Morak in Auftrag gegeben." So seien beispielsweise laut Rechnungshof die "Standorte von rund 1600 Kunstwerken" unbekannt.
Katastrophale Lagerbedingungen
Auch die derzeitige Lagerung der Bilder in einem Wiener Palais sei "problematisch, weil Kunstwerke aus Platzmangel nicht geeignet aufbewahrt werden konnten, die klimatischen Bedingungen unzureichend waren, sowie Brandschutzeinrichtungen fehlten." Morak-Sprecher Helmut Wohnout bestätigt, daß bis Ende des Jahres ein neues Quartier für die noch vorhandenen Kunstwerke gefunden wird. Zudem soll die Vewaltung der Artothek an einem privaten Verein ausgegliedert werden.
Alles über den neuen österreichischen Kunst-Skandal lesen Sie in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT!
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