Sonntag, 6. Jänner 2002

Arbeiterschaft kehrt Sozialdemokraten den Rücken

Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist die Ausgangslage für die SPÖ zu Jahresbeginn nicht einfach. Eine für die SPÖ vom Meinungsforschungsinstitut SORA durchgeführte Strategiestudie, die beim SP-Präsidium am 28. Dezember in Bad Goisern präsentiert wurde und FORMAT vorliegt, zeigt deutliche Schwankungen in den Zielgruppen.

So sind der SPÖ im zweiten Halbjahr 2002 fast ein Drittel der Sympathisanten aus der Arbeiterschaft abhanden gekommen. Vor allem junge Bluecollar-Workers laufen den Genossen davon: Standen im April 2001 fünfzig Prozent von ihnen der SPÖ nahe, waren es im Oktober 2001 nur mehr 19 Prozent. Die Ursache, laut Studienautoren: "Junge ArbeiterInnen wählen die FPÖ derzeit wieder aus oppositionellen Motiven (nicht so im April 2001)". Ebenfalls verloren hat die SPÖ bei jungen Angestellten (21 Prozent im April, 16 Prozent im Oktober 2001) und öffentlich Bediensteten (43 Prozent im April, 31 Prozent im Oktober 2001). Zugewinne verzeichnet die SPÖ hingegen bei ihrem Stammklientel, den Pensionisten (44 Prozent im April, 53 Prozent im Oktober 2001), und bei Studenten (23 Prozent im April, 30 Prozent im Oktober 2001.

Weiteres Ergebnis der Studie: Als wichtigster Mobilisierungsfaktor für die SPÖ erwies sich 2001 die ÖGB-Urabstimmung. Ähnliches wird dem Sozialstaats-'Volksbegehren (voraussichtlicher Termin: April 2002) prognostiziert. Über das Volksbegehren, so der Ratschlag der Studienautoren, können jüngere Arbeitnehmer für die SPÖ zurückgewonnen werden. Interessantes Detail aus der Studie: Auch 55 Prozent der FPÖ-Wähler wollen das Sozialstaatsvolksbegehren unterschreiben.

Die ganze Story und die Hintergründe lesen Sie ab Montag im neuen FORMAT!

6.1.2002 08:29