Samstag, 5. Jänner 2002

Zarte Bande zwischen SPÖ und FPÖ?

In einem Interview mit dem Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT plädiert Ex-SP-Minister Karl Schlögl erneut für eine Öffnung der Sozialdemokraten hin zur FPÖ. "Es wäre schön, wenn man nun in der SPÖ über eine rot-blaue Zusammenarbeit anders denkt. "

"Die Sozialdemokratie kann nur wieder in die Regierung kommen, wenn sie sich Optionen offen lässt", sagt der ehemalige Minister, der heute Bürgermeister von Purkersdorf ist.

Lob für Scheibner und Riess
Auch eine Koalition mit den FPÖ-Mitgliedern des gegenwärtigen Regierungskabinetts ist für den Ex-Minister denkbar: "In der derzeitigen Regierungsmannschaft gibt es eine Reihe ehrenwerter Leute. Mit Herbert Scheibner und Susanne Riess-Passer würde man ohne Zweifel sehr gut zusammenarbeiten können."

Auf die Frage, ob von einer "FPÖ nach Haider" ausgegangen werden könne, antwortet Schlögl: "Zu glauben, die FPÖ hätte ohne Haider dieselbe Stärke, ist eine Illusion. Er wird immer eine Größe in der freiheitlichen Partei bleiben."

Der Wiener SP-Chef Michael Häupl hingegen schließt im FORMAT-Interview eine Koalition mit der jetztigen FPÖ aus. Häupl: "Die FPÖ müßte eine wirklich liberale Partei wie die deutsche FDP werden. Tritt das ein, wäre die SPÖ sicherlich auch offen für eine Koalition mit der FPÖ." Häupl weiters: "Eine liberale Partei ist mit Jörg Haider sowieso inkompatibel."

Die ganze Story lesen Sie ab Montag in der neuen Ausgabe von FORMAT!

5.1.2002 09:04