Freitag, 4. Jänner 2002

40 El Kaida-Anhänger in Pakistan verhaftet

Ein US-Soldat ist am Freitag bei einem Gefecht im Osten Afghanistans durch gegnerisches Feuer getötet worden. Dies teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter in Washington mit. Es war der erste US-Soldat seit Beginn der amerikanischen Militäraktion in Afghanistan am 7. Oktober, der im Gefecht gefallen ist.

Am 25. November wurde ein Mitarbeiter des Geheimdienstes CIA bei einem Aufstand von Gefangenen Taliban-Kämpfern getötet. Ein US-Soldat wurde am 5. Dezember bei einem amerikanischen Luftangriff versehentlich getötet.

Der Tod des ersten US-Soldaten bei Kämpfen in Afghanistan ist auch vom Einsatzkommandanten der Truppe, General Tommy Franks, bestätigt worden. Beim dem Opfer handelte es sich um einen Angehörigen der US-Spezialtruppen, sagte Franks am Freitag in Tampa (US-Staat Florida). Bei dem Feuergefecht in der Provinz Khost seien keine weiteren Soldaten verletzt worden.

52 Tote bei US-Angriff auf Dorf in Ostafghanistan
Bei einem US-Angriff auf ein Dorf im Osten Afghanistans sind nach UNO-Angaben am vergangenen Samstag mindestens 52 Bewohner ums Leben gekommen. Der UNO-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Lakhdar Brahimi, sei tief besorgt, sagte sein Sprecher. Brahimi wolle den Vorfall bei Treffen mit dem afghanischen Ministerpräsidenten, Hamid Karsai, und US-Diplomaten ansprechen.

Unter den von Angehörigen identifizierten Opfern waren nach Angaben des UNO-Sprechers 25 Kinder und zehn Frauen. "Unbestätigten, aber vertrauenswürdigen" Quellen zufolge seien einige von ihnen auf der Flucht getötet worden, nachdem ihre Häuser bereits zerstört wurden. Die afghanische Nachrichtenagentur AIP hatte am Montag von etwa 100 Todesopfern bei dem Angriff berichtet.

4.1.2002 16:17