Volksbegehren ist Bau von "geistigem Stacheldraht"

Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) spricht sich gegen das Anti-Temelin-Volksbegehren der FPÖ aus. Das Volksbegehren der Freiheitlichen vermische berechtigte Vorbehalte von Umweltgefahren mit bedenklichen anti-tschechischen und anti-europäischen Affekten, meint KAÖ-Präsident Friesl.
"Wer in der jetzigen Phase der EU-Erweiterung ein Volksbegehren startet, der baut wieder einen geistigen und emotionalen Stacheldraht auf", sagte der Präsident der KAÖ, Christian Friesl, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien.
Margit Hauft, Präsidentin der Katholischen Aktion der Diözese Linz und Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, will die Ängste der Bevölkerung ernst nehmen, warnte aber vor "Einfachstlösungen": "Wenn Tschechien nicht in die EU kommt, heißt das nicht, dass Temelin nicht ans Netz geht". Statt Tschechien den "Schwarzen Peter" zuzuschieben, müsse Österreich mit seinem Nachbarn an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. In einem Gespräch am 8. Jänner will Hauft die oberösterreichischen Freiheitlichen noch einmal darauf hinweisen, dass das Volksbegehren nicht der richtige Weg sei.
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