Strasser: Eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen

Im Jahr 2001 starben auf Österreichs Straßen 949 Menschen nach einem Verkehrsunfall. Dieses vorläufige Ergebnis bedeutet nicht nur einen Rückgang von 2,8 % oder 27 Getöteten gegenüber dem Vorjahr, sondern auch die bisher absolut niedrigste Zahl seit 50 Jahren (1951).
Das gab das Bundesministerium für Inneres auf Grund der Berichte der Bundesgendarmerie und Bundespolizei über das vorläufige Unfallgeschehen im Jahr 2001 heute bekannt.
Damit gibt es auch zum dritten Mal nach 1998 und 2000 weniger als 1000 Verkehrstote. Gegenüber 1972, dem bisher schwärzesten Jahr in der Unfallstatistik (2948 Tote) ist die Zahl um zwei Drittel gesunken.
"Wir müssen den eingeschlagenen Weg - punktgenaue Kontrollen, intensive Aufklärung und entsprechende Vorbeugung - konsequent fortsetzen", kommentierte Innenminister Ernst Strasser die vorläufigen Unfallzahlen des Jahres 2001.
Nach Bundesländern aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild:
Burgenland 52 Verkehrstote (2000: 49)
Kärnten 62 (69)
Niederösterreich 256 (299)
Oberösterreich 167 (162)
Salzburg 65 (59)
Steiermark 159 (161)
Tirol 115 (104)
Vorarlberg 33 (39) und
Wien 40 (34).
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2001 verloren 562 PKW-Insassen, 35 Lkw-Insassen, 108 Motorrad-Fahrer, 14 Autobus-Insassen, 35 Moped-Fahrer, 53 Radfahrer, 122 Fußgänger und 20 Sonstige (Traktor-Lenker, etc.) ihr Leben.
Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (37,1 %), Vorrangverletzung (13,4 %), Überholen (7,9 %), Unachtsamkeit/Ablenkung (9,8 %), Übermüdung (5,8 %), Herz-/Kreislaufversagen (1,8 %) und Fehlverhalten von Fußgängern (3,9 %) festgestellt werden.
375 oder 44,1 % aller Schwerstunfälle wurden von der Exekutive als sogenannte Alleinunfälle registriert.
Alkoholisierung war bei 6,6 % aller tödlichen Unfälle Mitursache.
Knapp zwei Drittel (65,9 %) aller Verursacher eines tödlichen Verkehrsunfalles gehen auf das Konto der PKW- und Kombi-Lenker. 85 Fußgänger und 20 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben.
145 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet, 9 verunglückte Lenker/Mitfahrer von einspurigen Kraftfahrzeugen trugen keinen Sturzhelm.
Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Bundesstraßen (350), gefolgt von Landesstraßen (227), Autobahnen und Schnellstraßen (143) sowie sonstige Straßen (131).
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