Dienstag, 1. Jänner 2002

Schüssel: "Ich bedanke mich beim Schilling"

"Ein historischer Tag für Europa" - so haben Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und EU-Kommissions-Präsident Romano Prodi die Währungsumstellung bezeichnet. Schüssel: "Ich bedanke mich herzlich beim Schilling", nun ist es aber Zeit, sich an eine größere, gesamteuropäische Währung zu gewöhnen.

Prodi sagte bei seinem Besuch in Wien, die Einführung des Euro-Bargeldes stelle einen wichtigen Schritt für die europäische Politik und Entwicklung der Wirtschaft dar. Er und Kanzler Schüssel sprachen von einem "historischen Tag für Europa".

Ebenfalls in Wien über die ersten Banknoten freuen konnte sich EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler, der dem Festakt im Roten Salon des Sacher zusammen mit Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler bewohnte.

Bundeskanzler Schüssel: "Ich bedanke mich herzlich beim Schilling", jetzt sei es aber Zeit, sich an eine größere gesamteuropäische Währung zu gewöhnen. Der Euro werde sich als ebenso stabil erweisen wie der Schilling, meinte der Bundeskanzler, denn in dieser neuen Währung stecke "sehr viel europäisches Know-how".

Die neuen Banknoten seien für ihn noch "sehr ungewohnt, sie haben keine Falten und keinen Riss". Die "Umrechnungsgschichterln" würden die Bevölkerung zwar vor keine größeren Probleme stellen, zeigte sich der Kanzler überzeugt: Man werde sich ebenso wie im Urlaub rasch an den neuen Wechselkurs gewöhnen. Schüssel rät aber dazu, nicht jeden Preis in Schilling umzurechnen, sondern im Euro zu denken.

Seine erste Bewährungsprobe habe die neue Gemeinschaftswährung schon hinter sich: "Der 11. September hätte ohne Euro noch wesentlich gravierendere Auswirkungen auf die europäischen Staaten gehabt."

OeNB-Direktor Duchatczek gab sich stolz darüber, dass Österreich zusammen mit den Niederlanden die reibungsloseste Umstellung auf das Euro-Bargeld verzeichnet habe. Dies habe er am Abend aus einer europaweiten Telefonkonferenz erfahren, berichtete Duchatczek.

1.1.2002 12:01