Donnerstag, 27. Dezember 2001

GPA-Boß Hans Sallmutter ist empört

Helmut Elsner, Generaldirektor der mehrheitlich im Besitz des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) befindlichen Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag), kassierte Ende des Jahres 2000 eine Pensionsabfindung in Höhe von knapp 50 Millionen Schilling. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

FORMAT zitiert aus einem vertraulichen Aufsichtsratsprotokoll vom 23. November 2000. Darin findet sich Elsners Wunsch, "durch eine Änderung seines Dienstvertrages die Abfindung seiner künftigen Pensionszahlungen mittels einer Einmalzahlung zu regeln."

Die vereinbarte Einmalzahlung belief sich auf knapp 50 Millionen Schilling. Auf FORMAT-Anfrage zu den 50 Millionen Schilling sagt Generaldirektor Elsner knapp: "Ich antworte auf Fragen, die meinen persönlichen Bereich betreffen, grundsätzlich nicht."

Grund für die außerordentliche Abfindung ist laut FORMAT, die mit 1. Jänner 2001 abgeschaffte steuerliche Begünstigung von Pensionsabfindungen. Statt dem Steuersatz von 25 Prozent kommt seither der jeweilige Spitzensteuersatz zur Anwendung - 50 Prozent im Fall Elsner.

Große Empörung löst Elsners Millionenabfindung im ÖGB aus. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter, empört sich über den Millionenbetrag. Sallmutter gegenüber FORMAT: "Ich kenne den Helmut Elsner seit 30 Jahren und hätte mir nie gedacht, daß er sich eine derartige Unverfrorenheit leistet." Der GPA-Boß kündigt weitere Aktionen an: "Das wird sicher noch in den Gremien besprochen werden müssen."

Lesen Sie die ganze Story in der aktuellen Ausgabe von FORMAT.

27.12.2001 09:08