Dienstag, 25. Dezember 2001

Aufstockung in Abteilung für Friedensmissionen

Zum ersten Mal seit acht Jahren haben die Vereinten Nationen ihr Haushaltsbudget erhöht. Die Vollversammlung stimmte am Montag in New York dem Haushalt für den Zeitraum 2002/2003 in Höhe von 2,625 Milliarden Dollar (2.925 Mrd. Euro/40.255 Mrd. S) zu. Dies sind 90 Millionen Dollar mehr als im letzten Budget.

Vor allem unter dem Druck der US-Regierung, die grundlegende Reformen forderte, hatten die Vereinten Nationen in den vergangenen Jahren an einem Null-Wachstum ihrer Ausgaben festgehalten.

Im Dezember vergangenen Jahres beschloss die Staatengemeinschaft, den Zahlungsmodus erstmals seit mehr als 20 Jahren zu verändern. Der Beitrag für die USA wurde von 25 auf 22 Prozent gesenkt, dafür wurde die Finanzlast für einige Entwicklungsländer angehoben.

Die Erhöhung der Finanzmittel ist vor allem notwendig angesichts der zunehmenden Rolle der UNO bei Friedensmissionen, dem Vorgehen gegen Terrorismus und der Bekämpfung von Aids. Der Haushalt ermöglicht den Vereinten Nationen allerdings nur eine Aufstockung in der Abteilung für Friedensmissionen um 100 Stellen, nicht um die von Generalsekretär Kofi Annan geforderten 250 Stellen.

Ein internationaler Ausschuss hatte im August eine Umstrukturierung der UNO-Friedensmissionen gefordert. In dem Bericht hieß es, die Vereinten Nationen sollten eine Art Verteidigungsressort einrichten, um schnell Truppen in Krisengebiete entsenden zu können. Ausschussvorsitzender war der ehemalige algerische Außenminister Lakhdar Brahimi, der gegenwärtige UNO-Sondergesandte in Afghanistan.

25.12.2001 13:12