Auch Österreich betroffen

Nach der Entdeckung von Salmonellen in Schokolade hat die deutsche Storck-Gruppe am Montag die Rücknahme von Merci-Schokoriegeln und anderer Süßigkeiten vom Verkauf in zehn Ländern bekannt gegeben. Von der als vorsorglich deklarierten Maßnahme waren Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, die Schweiz und Ungarn betroffen.
In einer von Käufern zurückgegebenen und originalverpackten Schokoladentafel der Marke Chateau hatten Lebensmittelbehörden Salmonellen nachgewiesen. Es handle sich um eine Tafel der von Stork bereits am 18. Dezember zurückgerufenen Charge 45, sagte Alexander Müller, Staatssekretär im deutschen Ministerium für Verbraucherschutz in Berlin.
Die Zahl der gemeldeten Erkrankungen durch "Salmonella oranienburg" war nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin bis Freitag auf 308 Fälle gestiegen. Danach wurden keine neuen Fälle bekannt. Betroffen von der Rückrufaktion waren zunächst "Merci Vielfalt" und "Merci Pur" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 01.04.02 oder 01.05.02. Zurück gerufen wurden ferner Tafelschokolade und Riegel der Sorten "Chateau", "Choceur", "van Bolten Nussbeisser" und "Riquet Nussknacker" der Haltbarkeitsdaten 04/2002 und 05/2002.
Diese Produkte wurden nur über die deutsche Handelskette Aldi vertrieben, Merci auch in anderen Geschäften. Die Warnung beziehe sich auf alle Sorten und Verpackungsgrößen mit den angegebenen Daten. Die Hersteller betonten, es handle sich im Falle von Merci um eine Vorsorgemassnahme. Nach dem Salmonellenfund in Produkten der Unternehmens-Gruppe könne nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass bei diesen Süßigkeiten eine Gefahr für Verbraucher bestehe.
Salmonellen können Durchfall, Übelkeit und Fieber auslösen. Die Krankheit ist meldepflichtig. Bei abwehrgeschwächten oder älteren Menschen können die Bakterien bis ins Blut vordringen und lebensbedrohlich werden. Einer von 1.000 Salmonellenfällen endet tödlich.

