Am Nachmittag erstes Hallen-Training

Zwei Tage vor dem Heiligen Abend war er von der Wiener Austria überraschend als Trainer auf Zeit (DURCHKLICKEN : Alle Trainer der Austria seit 1990) präsentiert worden. Am Donnerstag absolvierte Didi Constantini schon den ersten seiner 136 Arbeitstage. Am Vormittag bat der Trioler die Spieler im Dusika-Stadion zu Laktattests, am Nachmittag zum ersten Training in der Wiener Stadthalle.
Dazwischen hatte es mit der Mannschaft ein Gespräch gegeben, an dem auch Vizepräsident Andreas Rudas und Austria-Manager Markus Kraetschmer teilnahmen. Peter Svetitis, der neue Berater von Austria-Mäzen Frank Stronach, war verhindert.
"Ich habe den Spielern kurz meine Vorstellung mitgeteilt und ihnen erklärt, dass für Misserfolge nur sie und der Trainer verantwortlich sind", sagte Constantini, der von seinen Schützlingen einen guten Eindruck bekommen hat. Es sei eine Truppe, die zusammenhalte, so der frühere Assistent des ÖFB-Teamchefs, der die Nachfolge des violetten Duos Walter Hörmann/Toni Pfeffer angetreten hat und im Sommer auf der Austria-Bank dem derzeit noch beim FC Kärnten engagierten Walter Schachner Platz machen wird.
Michi Wagner wieder in der Kampfmannschaft
Beim ersten Training auf dem Parkett war auch wieder Regisseur Michael Wagner dabei, der im Herbst von Hörmann/Pfeffer aus disziplinären Gründen zu den Amateuren verbannt worden war und jetzt unter Constantini wieder zurückgeholt wurde. Während Wagner vom 3. bis 6. Jänner am Wiener max.Hallencup spielen wird, werden Vladimir Janocko und der Neo-Austrianer Martin Hasek sowie u.a. auch Hopfer, Martin Hiden und Dospel den Bandenzauber auslassen.
In der Halle ohne Janocko
"Janocko hat kein Kreuzband mehr. Wenn in der Halle etwas passiert, müsste er länger pausieren. Das Risiko wäre zu groß. Hasek, der heute schon in Wien war, klagt nach der anstrengenden Herbstsaison mit der Champions League noch über Adduktorenprobleme", sagt Constantini. Der Slowake und der Tscheche, die als Techniker für die Halle prädestiniert wären, werden daher ab Freitag nur im Freien leicht trainieren.
Constantini nimmt max.Hallencup ernst
Trotz der Ausfälle nehmen die Violetten, die mit 18. Erfolgen Rekordsieger in der Wiener Stadthalle sind, und ihr neuer Feldherr, der noch nie Hallen-Sieger war, den max.Hallencup maximal ernst. "Die Austria ist auf dem Parkett eine Wiener Institution, wir haben eine Verpflichtung. Wir werden alles dransetzen, um erfolgreich zu sein. Auch wenn für uns die Bundesliga und der Cup Priorität besitzen, werden wir uns in der Halle so präsentieren, wie es sich für Profis gehört", kündigt Constantini den Gegnern am Vogelweidplatz einen heißen Tanz an.
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