Neal McDonald steuerte zum Sieg

Die schwedische Rennyacht "Assa Abloy" hat den Flautenpoker beim Sydney-Hobart-Race gewonnen. Mit diesem Erfolg bei der 57. Auflage des Regatta-Klassikers hat das Team von Skipper Neal McDonald (Großbritannien) auch den ersten Teil der dritten Etappe des Volvo Ocean Race von Sydney (Australien) nach Auckland (Neuseeland) für sich entschieden. 75 Boote, darunter die acht Teilnehmer am Volvo Ocean Race, haben sich an Sydney-Hobart beteiligt.
Die gold-blaue "Assa Abloy" kam am Samstagmorgen mit 14:34 Minuten Vorsprung auf die im Vorjahr siegreiche Nicorette (Schweden), die am Mittwoch in einen Tornado geraten war, ins Ziel in Hobart (Tasmanien). Mit 23 Minuten und 48 Sekunden Rückstand machte die drittplatzierte "Amer Sports One" (Finnland/Italien) am Sonderdock der V.O.60-Yachten im Zwischenstopp-Hafen fest. Das deutsche Boot "illbruck", das auf diesem ersten Teilabschnitt der dritten Etappe lange geführt hatte, war kurz vor dem Ziel in einem Flautenloch hängen geblieben und fiel auf Rang sechs zurück.
Die Yacht "Tyco" ist am Sonntag nachträglich aus der Wertung genommen worden. Das ursprünglich viertplatzierte Boot wurde disqualifiziert, da man während des Wettkampfes auf einen Sicherheitsappell erst mit siebenminütiger Verspätung reagiert hatte. Diese Maßnahme war nach der Katastrophe 1998 eingeführt worden, als sechs Seeleute umgekommen waren. Ein Protest des neuseeländischen Skippers blieb erfolglos. Beim Volvo-Ocean-Race blieb die Tyco in der Wertung.
Die Rund-um-die-Welt-Wettfahrt wurde indes forgesetzt. Noch in der ersten Jänner-Woche werden die Yachten in der America's-Cup-Metropole Auckland erwartet. Die Amer Sports Two ist weiter dabei, nachdem das High-Tech-Boot mit der Frauencrew bei Sydney-Hobart nach einer Kollision mit einem Hai kurzfristig für die Durchführung von Reparaturen eine Auszeit genommen hatte.
