Haavard Bjerkeli und Anita Moen siegten

Fest in norwegischer Hand war am Samstagabend in der Salzburger Innenstadt der Weltcup-Sprint der Skilangläufer. Die Norsker stellten gleich sechs der insgesamt acht Finalisten im Frauen- Bzw. Männer-Bewerb und mit Anita Moen bzw. Haavard Bjerkeli auch die Sieger. Bjerkeli setzte sich vor drei Landsleuten durch, Moen verwies die Tschechin Katerina Neumannova auf Rang zwei. Mit Rang acht etablierte sich der Salzburger Sprint-Spezialist Marc Mayer als bester Österreicher abermals in der Weltklasse.
Trotz strömenden Regens hatten sich tausende Zuschauer entlang des 750 m langen Rundkurses im Herzen der Mozartstadt eingefunden. Vor den Rennen war der Countdown Salzburgs für die Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2010 u.a. mit einem Feuerwerk erfolgt. Für das sportliche Feuerwerk sorgten dann vor allem die Norsker, die ihre Überlegenheit im Langlauf-Sprint speziell bei den Männern nachhaltig unter Beweis stellten.
So trat gleich ein norwegisches Quartett zum Finale der Männer an. In einem packenden Rennen über zwei Runden sprintete schließlich Bjerkeli zu seinem ersten Weltcupsieg, wobei er den (früheren) Kombinierer Trond-Einar Elden, den favorisierten Weltmeister Tor-Arne Hetland und Morten Broers hauchdünn auf die Ränge verwies. "Fantastisches Ambiente, gut organisiert, das hat mir viel Spass gemacht", sagte der Überraschungssieger.
Ein bisschen eindeutiger verlief da schon das Frauen-Finale, auch wenn die 34-jährige Moen auf ihrem Weg zu ihrem ersten Sprint-Weltcup-Sieg und insgesamt zweiten mit Katerina Neumannova eine hartnäckige Konkurrentin vorfand.
Mayer war mit seinem achten Platz zufrieden. Im Halbfinale chancenlos ("gegen drei Norweger und ein bisschen habe ich mich auch mit dem Ski vergriffen"), musste der Radstädter auch im Kleinen
Finale mit dem vierten Platz vorlieb nehmen. "Nach dem Halbfinale war die Luft draußen. Aber ich bin ja noch ein junger Hupfer, die anderen sind alle viel routinierter. Den achten Platz finde ich aber super", so der Sohn des Rennssportdirektors Walter Mayer.
