In zwei Wochen bis in den Senegal

Eine Karawane von fast 450 Fahrzeugen wird sich am Freitag (Start 20.00 Uhr) im nordfranzösischen Arras auf den 9.436 Kilometer und 14 Tage langen Weg des Rallye-Abenteuers "Dakar" Richtung Senegal machen. Die 24. Auflage des Wüsten-Klassikers startet mit drei Etappen auf europäischem Boden. Danach geht es in die heiße Phase auf dem Schwarzen Kontinent. Silvester wird der Tross bereits in Marokko verbringen. Der beinharte Teil des Feldes erreicht am 13. Jänner den Zielort Dakar.
Die Reise führt durch fünf Länder (Frankreich, Spanien, Marokko, Mauretanien, Senegal) und wird von Männern und Frauen aus 20 Nationen in Angriff genommen. Die Streckenführung der diesjährigen Auflage ist neu und wird statt bisher drei nur noch zwei Wochen in Anspruch nehmen. Statt 6.200 (Vorjahr) werden diesmal "nur" 4.000 Kilometer auf Zeit gefahren, dennoch steht der aus den Teilnehmern, 1.300 Begleitpersonen, 17 Flugzeugen und acht Hubschraubern bestehenden "Dakar-Familie" eine immense Belastung ins Haus.
Mit von der Partie werden nicht weniger als zehn österreichische LKW-Mannschaften sein. U.a. nehmen Ex-Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner, Ex-Rallye-Staatsmeister Kris Rosenberger und Truck-Trial-Europameister Josef Auinger das legendäre Rennen in Angriff. In seiner Funktion als Teamchef der KTM-Equipe gilt es für Kinigadner einen ähnlichen Triumph wie den im Vorjahr vom Italiener Fabrizio Meoni angeführten Fünffachsieg zu landen. Rosenberger fungiert als Chef des KTM-Teams "Gauloises", das so prominente Namen wie den vielfachen Dakar-Sieger Richard Sainct aus Frankreich oder Alfie Cox aus Südafrika zu bieten hat.
Da Erzrivale BMW in diesem Jahr auf "Dakar" verzichtet, scheint für den oberösterreichischen Motorrad-Hersteller der Weg frei zu sein. Das Werk aus Mattighofen rüstet übrigens nicht weniger als die Hälfte aller Piloten aus. Höchste Ansprüche an das Material werden vor allem im Rahmen der zwei Marathon-Etappen gestellt werden, denn erstmals gilt es zweitägige Teilstücke mit einer Länge von jeweils 1.500 Kilometer zu absolvieren. Service an den Fahrzeugen ist dabei verboten.
Ein weiteres Stück Motorsport-Geschichte will die Deutsche Jutta Kleinschmidt mit ihren neuen, 260 PS starken Mitsubishi-Geländewagen schreiben. Deutschlands Motorsportlerin des Jahres hatte im Vorjahr als erste Frau die berüchtigte Rallye für sich entschieden. Ihr früherer Lebensgefährte und jetzige Rivale Jean-Louis Schlesser setzt bei der Revanche für Platz drei im Vorjahr auf einen Dieselmotor in seinem Eigenbau-Buggy.
