Mittwoch, 26. Dezember 2001

Ritsma verzichtet auf EM-Start in Erfurt

Gegen seine Nicht-Nominierung für das 5.000 m-Rennen im Rahmen der Olympischen Winterspielen in Salt Lake City durch das Niederländische Olympische Komitee will Eisschnelllauf-Doppel-Olympiasieger Gianni Romme gerichtlich vorgehen. "Mein Manager sucht einen Rechtsanwalt, der eine derartige Klage erfolgreich durchsetzen kann", sagte der Niederländer. "Ich weiß, dass ich meine Goldmedaille erfolgreich verteidigen werde", fügte er hinzu.

Romme hatte vor vier Jahren in Nagano überlegen Gold über 5.000 m und 10.000 m gewonnen. Am vergangenen Wochenende erreichte der 28- Jährige in der niederländischen Olympia-Qualifikation in Heerenveen über 5.000 m nur den fünften Platz. Für die olympischen Rennen über 5.000 m und 10.000 m im Februar darf jedes teilnehmende Land maximal je drei Starter stellen. "In dieser Saison habe ich alle drei Weltcup-Rennen auf dieser Distanz gewonnen. Meine Nicht-Nominierung ist ungerecht", meinte der Kapitän des Privatteams Spaarselect.

Auch Teamtrainer Peter Müller findet sich nicht mit einem Nicht-Start seines Schützlings ab. "Gianni kann sich beruhigen. Wir setzen alle Mittel ein, um ihn an den Start zu bringen", sagte Müller. Seinen Olympiasieg über 10.000 m könnte Romme auf dem Utah Olympic Oval wohl wiederholen. Als Dritter der 10.000 m-Qualifikation holte er sich das letzte Olympia-Ticket.

Der mehrfache Europa- und Weltmeister Rintje Ritsma wird am ersten Jänner-Wochenende bei der Europameisterschaft in der neuen Erfurter Halle nicht an den Start gehen. Geert Kuiper, Trainer des "Bärs von Lemmer", meldete seinen Schützling nach den Olympia-Qualifikation in Heerenveen ab. Ritsma will sich speziell auf die olympische 1500-m- Distanz vorbereiten.

26.12.2001 15:28