"Unverzeihlicher Terrorismus japanischer Samurais"

Am Samstag hatte die japanische Marine ein Schiff unbekannter Nationalität versenkt, nun kam eine erste Reaktion: Nordkorea hat Japan der "brutalen Piraterie" bezichtigt, ohne aber erkennen zu geben, Eigentümer des Schiffes zu sein.
In der Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA wurde am Mittwoch von "unverzeihlichem Terrorismus" gesprochen, der "nur von japanischen Samurais in Missachtung internationalen Rechts begangen werden konnte". "Japanische Reaktionäre" verbreiteten Gerüchte, bei dem unbekannten Schiff könne es sich um eine nordkoreanisches Spionageschiff handeln, hieß es in der Meldung weiter.
Das versenkte Schiff hatte einem japanischen Zeitungsbericht zufolge Funkkontakt mit Nordkorea. Wie die "Sankei Shimbun" am Mittwoch unter Berufung auf Kreise des Verteidigungsministeriums berichtete, wurden Signale auf einer Frequenz abgefangen, die von der in Nordkorea regierenden Arbeiterpartei verwendet wird. Der Inhalt der Botschaft lege die Vermutung nah, dass das Schiff im Drogenschmuggel verwickelt gewesen sein könnte. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, er könne den Zeitungsbericht nicht bestätigen.
Die Küstenwache hatte am Samstag in der 200 Seemeilen breiten Wirtschaftszone im ostchinesischen Meer das Schiff unbekannter Nationalität versenkt, nachdem dieses Aufforderungen zu stoppen missachtet hatte. 15 Besatzungsmitglieder gingen japanischen Angaben zufolge über Bord. Bisher sind nur zwei Leichen geborgen worden.
Die Beziehungen zwischen Japan und Nordkorea sind durch mehrere Zwischenfälle belastet. So waren im März 1999 zwei Schiffe unbekannter Herkunft in japanische Gewässer eingedrungen. Dabei soll es sich nach japanischen Angaben um nordkoreanische Spionageschiffe gehandelt haben. Nordkorea hat eine Beteiligung verneint.
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