Misswirtschaft: 76.000 Dollar verschwendet

Die Vereinten Nationen haben dem Direktor des in Wien ansässigen UNO-Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensverhütung (ODCCP), Pino Arlacchi, Misswirtschaft bei der Umsetzung eines umstrittenen Drogenaufklärungsprojekts vorgeworfen. Nach einem Bericht der internen Wirtschaftsprüfer verschwendete Arlacchi Gelder in Höhe von mindestens 76.000 Dollar (84.699 Euro/1,165 Mill. S) bei dem Versuch, für das umstrittene Aufklärungsprojekt zu werben. Es wurde niemals in die Tat umgesetzt.
Konsequenzen aus seinem Missmanagement hat Arlacchi jedoch nicht zu befürchten, wie aus dem Bericht ferner hervorgeht. Vorwürfe eines persönlichen Fehlverhaltens hätten sich nicht erhärtet.
Der frühere italienische Senator war 1997 von UNO-Generalsekretär Kofi Annan auf den Posten des ODCCP-Direktors berufen worden. Bereits seit einiger Zeit ist er unter anderem wegen seines Führungsstils und seiner Finanzgebarung äußerst umstritten. Arlacchi verlässt seinen Posten auf eigenen Wunsch bereits zum Jahresende, obwohl sein Vertrag erst Ende Februar ausläuft und er ursprünglich noch bis Mitte 2002 im Amt bleiben sollte.
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