Bittere Weihnachten für Berlusconi

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss ein bitteres "Weihnachtsgeschenk" hinnehmen. Laut einer Umfrage des Meinungsinstituts Ispo, die am Montag von der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" veröffentlicht wurde, verliert Berlusconis Mitte-Rechts-Kabinett an Zustimmung.
Nur 36 Prozent der Befragten erklärten sich mit den Leistungen der seit Juni amtierenden Regierung unter der Leitung des Mailänder Medientycoons zufrieden. Im September waren es noch 42 Prozent. Die Zahl der Befragten, die die Leistungen der italienischen Regierung negativ bewerten, ist von 34 im September auf 38 Prozent geklettert.
Laut der Umfrage sind vor allem in den Reihen der Berlusconi-Partei "Forza Italia" die am stärksten enttäuschten Wähler zu melden. Vor allem das nicht gehaltene Versprechen, bereits ab 2002 den Steuerdruck zu senken, habe Unmut unter den Berlusconi-Anhängern ausgelöst, berichtete der Meinungsforscher Renato Mannheimer, der die Umfragen durchgeführt hat.
Trotz der nicht besonders erfreulichen Resultate der Umfrage zeigt sich Berlusconi sicher, dass sein Kabinett zum ersten Mal seit der italienischen Nachkriegszeit eine ganze Legislaturperiode von fünf Jahren im Amt bleiben werde. "Wir werden Italien tiefgreifend revolutionieren und dem Land Stabilität sichern. Unser Ziel ist alle Reformen durchzuführen, die wir den Italienern während der Wahlkampagne versprochen haben", betonte Berlusconi, der am Wochenende eine Bilanz seiner bisherigen Amtszeit gezogen hat.
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