BAWAG gewann Bieterrennen

Die Bank für Arbeit und Wirtschaft (BAWAG), Wien, ist aus dem Bieterrennen um die slowakische Istrobanka als Sieger hervorgegangen. Sie hat den Zuschlag für die Totalübernahme des neuntgrößten Geldinstituts der Slowakei erhalten.
82 Prozent der Anteile werden aus dem Besitz der Slowakischen Versicherung und 18 Prozent von der Stadt Pressburg übernommen, teilte die BAWAG mit. Den Kaufpreis für 100 Prozent der Aktien bezifferte die BAWAG am Freitag mit umgerechnet 51 Mill. Euro (702 Mill. S).
Die Istrobanka hat eine Bilanzsumme von 620 Mill. Euro und beschäftigt in 36 Filialen in der Slowakei (davon acht in der slowakischen Hauptstadt Pressburg) 728 Mitarbeiter.
Marktanteil soll erhöht werden
Erklärtes Ziel der BAWAG/P.S.K.-Gruppe ist es, den Marktanteil der Istrobanka, der neuntgrößten von insgesamt 23 Banken in der Slowakei, vor allem im Retailgeschäft weiter zu erhöhen. In Zukunft sollen rasch spezielle Arbeitnehmer-Konten eingeführt werden. Auch der BZK-Kredit und das Kapitalsparbuch der BAWAG - angepasst an slowakische Verhältnisse - soll über die Istrobanka künftig angeboten werden.
Istrobanka besitzt Voll- und Hypothekenbanklizenz
Die - 1992 als Tochter der größten slowakischen Versicherung, der staatlichen Slovenska poistovna gegründete - Istrobanka besitzt eine Vollbanklizenz und eine uneingeschränkte Hypothekenbanklizenz.
Nach Angaben der BAWAG reicht die Produktpalette der Istrobanka von Hypothekarfinanzierungen über Exportfinanzierungen und die Abwicklung großer Investitionsprojekte bis hin zum Vertrieb von Versicherungsprodukten. Weiters zähle das Institut zu den führenden Anbietern von Electronic Banking in der Slowakei, die BAWAG sieht darin einen "wichtigen Anknüpfungspunkt" für den Transfer ihres easybank-Konzepts.

