Oman senkt Ölfördermenge stärker als geplant

Der Oman will zur Stabilisierung der Rohölpreise seine Ölproduktion stärker drosseln als bisher angekündigt. Wie der Ölminister des Sultanats, Mohammed Hamed Saif el Ruhmi, am Donnerstag mitteilte, soll die tägliche Fördermenge um 40.000 Barrel statt der ursprünglich geplanten 25.000 Barrel verringert werden. Die Kürzung soll zunächst sechs Monate wirksam sein.
Der Minister begründete den Schritt mit den Bemühungen der OPEC-Staaten und der Nicht-OPEC-Mitglieder, die fallenden Rohölpreise im kommenden Jahr zu stabilisieren. Der Oman gehört nicht der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) an.
Mit der Verpflichtung Omans zu einer stärkeren Drosselung der Fördermenge ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die OPEC ihre im November beschlossene Kürzung der Fördermenge um 1,5 Millionen Barrel pro Tag in Kraft setzt. Der Beschluss war an die Bedingung geknüpft, dass die Ölförderstaaten außerhalb des Kartells ihre Produktion um 500.000 Barrel drosseln. Diese Menge ist nach dem Beschluss Omans mit 462.500 Barrel fast erreicht. Auch die Nicht-OPEC-Mitglieder Norwegen, Russland, Mexiko und Angola haben bereits angekündigt, ihre Produktion zu drosseln.

