Donnerstag, 20. Dezember 2001

Schließung des Werkes Malmö kostete 534 Mio. Schilling

Der seit kurzem zum britischen Gallaher-Konzern gehörende österreichische Zigarettenhersteller Austria Tabak hat in den ersten neun Monaten 2001 den Gewinn vor Abzug außerordentlicher Aufwendungen für die Schließung der Fabrik im schwedischen Malmö um 24 Mio. Schilling oder 2 Prozent leicht gesteigert. In den ersten drei Quartalen konnte die Austria Tabak den Zigaretten-Absatz um knapp acht Prozent steigern. Allein in Österreich wurden rund 10 Milliarden Zigaretten verkauft.

Die außerordentlichen Aufwendungen für die Stilllegung des Werks im schwedischen Malmö beziffert Austria Tabak mit 534 Mio. S. Der Periodengewinn blieb mit 770 Mio. S um 361 Mio. S unter dem Vorjahreswert zurück. Unter Berücksichtigung der Steuern ergab sich dadurch den Angaben zufolge eine Ergebnisbelastung von 385 Mio. Schilling.

In Österreich rund 10 Milliarden Zigaretten verkauft
Im Geschäftsbereich Tabakindustrie konnte Austria Tabak in den ersten drei Quartalen 2001 mit 23,9 Milliarden Stück um 7,9 Prozent mehr Zigaretten absetzen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Am österreichischen Markt wurden rund 10 Milliarden Zigaretten verkauft, davon entfielen 5,8 Milliarden auf Eigenmarken und 4,2 Milliarden auf Lizenzmarken. Der Auslandsabsatz stieg von 11,9 auf 13,9 Milliarden Zigaretten.

Der Periodenumsatz ohne Tabaksteuer stieg in der Tabakindustrie bis September um 4,8 Prozent auf 5,4 Mrd. S. Der Betriebserfolg vor Firmenwertabschreibung (EBITA) und ohne die Schließungskosten für die Fabrik in Malmö erhöhte sich um 4,2 Prozent auf 1,6 Mrd. S.

Der Geschäftsbereich Handel steigerte den Periodenumsatz inklusive Tabaksteuer geringfügig um 0,6 Prozent auf 30,9 Mrd. S. Das EBITA lag wegen einer unbefriedigenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei der Tobaccoland Automatengesellschaft mit 940 Mill. S allerdings um 12,8 Prozent unter dem Vorjahr. Der Ergebnisanteil Lekkerland-Tobaccoland ist in den Ergebniszahlen enthalten.

Umsatzrückgang bei Automatengesellschaft
Die Tobaccoland Automatengesellschaft wies in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang von 9,3 Prozent auf. Ursache dafür sei der DM-Preissprung im deutschen Automatengeschäft im Vorjahr gewesen, so Austria Tabak.

Lekkerland-Tobaccoland, die deutsche Convenience-Gesellschaft, an der Austria Tabak zu 25,1 Prozent beteiligt ist, erhöhte den Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 11,5 Prozent auf 59,4 Mrd. S. Tobaccoland Austria steigerte den Umsatz um 4,6 Prozent auf 17,1 Mrd. S. Hungarotabak-Tobaccoland erreichte einen um 3,2 Prozent auf 5,2 Mrd. S gestiegenen Umsatz, der mit einer Beteiligungsquote von 51 Prozent im Konzern- und Geschäftsbereichsumsatz berücksichtigt wurde.

20.12.2001 09:53