Dienstag, 18. Dezember 2001

Euro schwächer

Der Yen ist am Dienstag zur US-Währung auf den tiefsten Stand seit drei Jahren abgerutscht, nachdem der japanische Finanzminister Masajuro Shiokawa die Bank von Japan (BoJ) zu einer weiteren drastischen Lockerung ihrer Geldpolitik aufgefordert hatte. Der Dollar stieg am Vormittag bis auf 128,44 Yen (1,116 Euro/15,36 S), womit er innerhalb eines Monats knapp sechs Yen zugelegt hat.

Händlern zufolge lösten Shiokawas Äußerungen am Markt Spekulationen über eine gezielte Abwertung der japanischen Währung aus. "Die Yen-Schwächung ist die einzige Politik-Option, die noch geblieben ist, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln", sagte ein Marktteilnehmer. Der Euro fiel zur US-Währung nach den kräftigen Kursgewinnen vom Vortag wieder etwas zurück auf Kurse um 0,9030 Dollar.

Gegen 11.30 Uhr MEZ notierte der Dollar mit 128,03/12 Yen weiter rund einen halben Yen höher als am Vorabend in New York. Der Euro kostete 115,60/72 Yen nach einem am Vortag markierten Zwei-Jahres-Hoch über 116 Yen. Zur US-Valuta notierte die Gemeinschaftswährung mit 0,9027/32 Dollar. Am Vortag war der Euro in Folge des ersten Anstiegs des Ifo-Geschäftsklimaindexes seit Juli auf den höchsten Stand seit einem Monat über 0,9080 Dollar geklettert.

Auch Euro schwächer
Die Erholung des Dollar zum Euro führten Händler vor allem auf auf den nach Börsenschluss veröffentlichten optimistischen Geschäftsausblick des US-Mischkonzerns General Electric (GE) zurück. Dieser könnte am Dienstag zu weiteren Kursgewinnen an der Wall Street führen, hieß es. GE hatte am Montag für dieses Jahr ein Gewinnwachstum von elf Prozent und für das kommende Jahr von bis zu 18 Prozent in Aussicht gestellt.

18.12.2001 12:29