Nur rund 10 Mrd. Schilling für den Fiskus

Verschwindend geringes Interesse herrscht bei den Mietern von 38.000 Bundeswohnungen, die noch bis Jahresende Gelegenheit haben, Kaufinteresse für ihre Wohnungen zu deponieren: Die beiden größten Gesellschaften, die Buwog und die Linzer WAG, rechnen derzeit damit, dass zusammen voraussichtlich 600 bis 700 Wohnungen tatsächlich an die Mieter verkauft werden.
WAG-Geschäftsführer Wolfgang Schön erwartet laut einem Bericht im ORF-Morgenjournal am Dienstag, dass sich noch im kommenden Jahr private Investoren an den Wohnungsgesellschaften beteiligen.
Bei der größten Gesellschaft, der hauptsächlich in Oberösterreich präsenten WAG haben sich bisher 400 Wohnungsmieter gemeldet, von denen 150 bis 200 letztlich wirklich zugreifen könnten. Geschätzter Erlös für den Fiskus: 80 bis 90 Mill. S. Bei der Buwog gibt es laut Geschäftsführer Gerhard Schuster 900 Interessenten, von denen sich "mehr als die Hälfte" letztlich als Käufer entpuppen könnten. 600 bis 700 Mill. S könnten laut einem Radio-Bericht auf diese Weise für das Budget lukriert werden. Die Mieter müssen bis Jahresende ihr Interesse an dem Erwerb deponieren - erst danach kann das Preisfestsetzungsverfahren eingeleitet werden.
Die ursprünglichen Grobschätzungen des Erlöspotenzials durch das Finanzministerium hatten sich auf rund 30 Mrd. S belaufen. Wenige Monate später sind dann die Erwartungen auf rund 10 Mrd. S (727 Mill. Euro) reduziert worden.

