Freitag, 21. Dezember 2001

Letztes Gespräch Svetits - Hafner ergebnislos

Walter Schachner wird den österreichischen Fußball-max.Bundesligisten FC Kärnten definitiv bis Saisonende betreuen und erst dann zur Wiener Austria wechseln. Ein letztes Gespräch zwischen Peter Svetits, der "rechten Hand" von Austria-Boss Frank Stronach, und Kärnten-Manager Günther Hafner verlief am Donnerstag ergebnislos.

"Ich habe den Kärntnern eine hohe sechsstellige Summe geboten, sie haben aber abgelehnt", erklärte Svetits, der sich am (morgigen) Freitag Nachmittag mit den aktuellen Austria-Trainern Toni Pfeffer/Walter Hörmann über deren Zukunft bei den Veilchen unterhalten wird.

Für Hafner kommt ein vorzeitiger Abschied von Schachner zu diesen Konditionen (laut Hafner 900.000 Schilling) nicht in Frage: "Da hätte Stronach schon mehr bezahlen müssen." Der Manager ist trotzdem überzeugt, dass sich Schachner bis zuletzt für seinen Verein einsetzen wird. "Er wird sich voll auf Kärnten konzentrieren und 100 Prozent für den Klub geben.". Auch Schachner selbst hält die derzeitige Situation nicht für problematisch. "Ich bin bis zum Schluss mit Leib und Seele in Kärnten."

Dennoch sind weitere Konflikte zwischen beiden Klubs vorprogrammiert. Schachner, der einen Zweijahresvertrag bei den Favoritnern unterschrieben hat, soll mit 1. Juni sein Amt auf der violetten Kommandobrücke antreten, sein Kontrakt in Kärnten läuft aber bis 30. Juni. Angesichts des Meisterschaftsstarts am 10. Juli hat Hafner bereits angekündigt, im Sommer eine Ablösesumme zu verlangen, falls die Austria ihr gesamtes Vorbereitungsprogramm mit dem neuen Coach absolvieren will. Hafner: "Kostenlos werden wir ihn auch dann nicht ziehen lassen. Fußball ist eben Geschäft."

21.12.2001 08:54