Dienstag, 18. Dezember 2001

Neuverpflichtungen nicht geplant

"Nachwuchs ist Trumpf" hat sich Walter Knaller bei seinem Amtsantritt als Trainer beim österreichischen Fußball-Bundesligisten VfB Admira Wacker Mödling auf die Fahnen geheftet. "Mit unserem Budget können wir nicht an die Spitze kommen. Daher müssen wir auf die Jugend setzen", erklärte der 44-jährige, der sich selbst in den kommenden Monaten als "Projektleiter" sieht.

"Bis zu Saisonende werde ich nicht vordergründig an Resultaten gemessen, sondern an der Entwicklung unserer jungen Spieler", meinte der frühere Torjäger.

Knaller glaubt nicht, dass ihm im Frühjahr vom Vorstand bei sich häufenden Niederlagen die Rute ins Fenster gestellt wird. "Die Vereinsführung setzt auf den jungen Weg, das hat sie schon in den vergangenen drei Jahren mit einem großen Budget für den Nachwuchs bewiesen", meinte Knaller. Seinen Aufstieg vom Leiter der Admira-Nachwuchs-Akademie zum Cheftrainer sieht der ältere Bruder von Austria-Torhüter Wolfgang Knaller als Vorteil für Klub und Aktive. "Für die Spieler ist es gut, dass der Trainer sie schon lange kennt."

Platz auch für Arrivierte
Obwohl Knaller voll auf die junge Welle setzt, wird wohl auch in Zukunft Platz für arrivierte Spieler a la Peter Stöger sein. "Ich habe mit Peter zwar noch nicht gesprochen, rechne aber fix mit ihm, wenn er bereit ist, unseren Weg mitzugehen. Nur junge Spieler einzusetzen und sie quasi sich selbst zu überlassen, wäre nicht sinnvoll."

Klassenerhalt bleibt oberstes Ziel
Trotz der tristen Tabellensituation nennt Knaller den Klassenerhalt als vorerst oberstes Ziel. Bei einem Gang in die Erste Division würde die Welt jedoch nicht untergehen. "Wichtig ist, dass nach einem eventuellen Abstieg nicht alles in Trümmern liegt, sondern auch danach eine Aufbruchstimmung herrscht. Wir würden in diesem Falle alles daran setzen, nicht in der Ersten Division zu bleiben, sondern spätestens in der zweiten Saison den Wiederaufstieg zu schaffen", meinte Knaller, der seinen Sohn Christoph von Schwechat wieder zu seinem Stammverein lotste.

Keine Zugänge
Sonstige Zugänge seien in der Winterpause allerdings nicht geplant. "Wenn Spieler Verträge erhalten, dann solche aus dem eigenen Nachwuchs. Nur wenn jetzt viele den Verein verlassen, wären Neuverpflichtungen denkbar."

18.12.2001 15:51