Freitag, 21. Dezember 2001

Malysz siegt wieder, Widhölzl am Stockerl

Andreas Widhölzl bestätigte am Samstag auch im zweiten Großschanzenbewerb seine eindrucksvolle neue Form: Der 25-jährige Tiroler landete nach Platz zwei am Freitagabend diesmal an Dritter Stelle - wieder hinter dem siegreichen polnischen Dominator Adam Malysz. Rang zwei ging an den Schweizer Simon Ammann. Die Österreicher belegten die Plätze drei, sechs, sieben, zehn, zwölf und 27.

Der Sieg ging zum 6. Mal in der Saison und zum insgesamt 20. Mal an Malysz. Für die ÖSV-Springer ist es der fünfte Stockerlplatz der Olympiasaison (nach dritten Plätzen durch Goldberger, Koch und Höllwarth). Nach der verdienten, aber kurzen Weihnachtspause reisen die ÖSV-Adler am 28. Dezember zum ersten Tournee-Ort nach Oberstdorf.

Schon im ersten Durchgang waren die Plätze eins bis drei "festgelegt". Mit 130,5 Metern im ersten und 124 Metern im zweiten Durchgang blieb der Österreicher 22,0 Zähler hinter Adam Malysz (132,00; 132,50; 282,10 Zähler). Der plötzlich sehr stark springende Schweizer Simon Ammann blieb dem Polen mit einem Abstand von nur 6,4 Zählern dicht auf den Fersen, mit 131,50 und 130 Metern.

Die weiteren Österreicher schlugen sich wie schon am Vortag mannschaftlich hervorragend: Martin Koch landete unmittelbar vor Martin Höllwarth als zweitbester ÖSV-Adler an sechster Stelle, Andi Goldberger wurde 10. und Stefan Horngacher 12. Auch Wolfgang Loitzl (27.) holte wieder einmal Weltcup-Punkte.

Innauer freut sich über die Stockerlplätze
"Am Freitag ist es etwas knapper gewesen, aber der Swider ist im zweiten Durchgang mit Malysz und Ammann nicht mehr mitgekommen. Die beiden Leichtgewichte sind schon sehr stark gesprungen", meinte Innauer, der sich über die beiden Stockerlplätze des wieder erstarkten Widhölzl nach dem Spezialtraining in Lillehammer aber freute. Ebenso auch über den neuerlich in die Top 6 gesprungenen Martin Koch. "In seiner Entwicklung zum Weltklassemann ein weiterer Baustein. Er ist heute unter Druck sogar besser gesprungen als in der Qualifikation."

Malysz: Unschlagbar
Titelverteidiger Adam Malysz fährt mit der Empfehlung von bereits sechs Saisonsiegen zur Vierschanzen-Tournee. "Es klingt vielleicht schon fad, aber Malysz ist derzeit nicht zu schlagen. Man hat das Gefühl, er wäre noch zwei Meter weiter gehupft, wenn es nötig gewesen wäre", meint Innauer. Erstaunlich aber auch die "Wiedergeburt" des erst 19-jährigen Schweizers Simon Ammann. Der Youngster hatte schon vor zwei Jahren an die Spitze angeklopft, seit Engelberg ist ihm allerdings endgültig der "Knopf" aufgegangen. Ammann scheint derzeit reif, demnächst für den ersten Weltcup-Sieg der Eidgenossen seit über neun Jahren (13.12.1992; Stefan Zünd in Ruhpolding) sorgen zu können.

Ergebnisse vom Weltcup-Skispringen in Predazzo

1.
Adam Malysz (POL)
282,10

132,00 m
132,50 m
2.
Simon Ammann (SUI)
275,70
- 6.40
131,50 m
130,00 m
3.
Andreas Widhölzl (AUT)
260,10
- 22.00
130,50 m
124,00 m
4.
Matti Hautamäki (FIN)
257,20
- 24.90
128,00 m
126,00 m
5.
Sven Hannawald (GER)
248,60
- 33.50
126,00 m
123,50 m
6.
Martin Koch (AUT)
247,60
- 34,50
124,00 m
125,50 m
7.
Martin Höllwarth (AUT)
247,40
- 34.70
124,50 m
123,50 m
8.
Stefan Hocke (GER)
242,50
- 39.60
125,50 m
122,00 m
9.
Waleri Kobelew (RUS)
238,40
- 43.70
122,50 m
123,00 m
10.
Andreas Goldberger (AUT)
237,20
- 44.90
125,00 m
119,00 m







weiter:




12.
Stefan Horngacher (AUT)
234,50
- 47.60
122,00 m
120,50 m
27.
Wolfgang Loitzl (AUT)
206,20
- 75,90
115,50 m
113,50 m

21.12.2001 18:07