Mittwoch, 19. Dezember 2001

"Matthäus hat Probleme, die soll er bewältigen"

Auch Stefan Effenberg hat auf die Kritik von Deutschlands Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus reagiert, der Bayern München zum sofortigen Verkauf des Kapitäns aufgefordert hatte. "Man weiß, dass Leute aus den Löchern kommen in so einer Situation. Das bin ich gewohnt. Man weiß auch, dass der Lothar ab und zu Kommentare abgibt. Aber ich denke, er hat seine Probleme, die soll er bewältigen", meinte Effenberg.

"Bei Rapid Wien steht er auch nicht so gut da, darauf soll er achten. Wir werden unser Ding durchziehen. Wir haben die Rückrunde noch, um einiges zu richten, das zählt für uns", so Effenberg. Matthäus hatte zuvor in einer deutschen Tageszeitung den Verkauf seines ehemaligen Klubkollegen gefordert, da die Bayern in der Bundesliga zuletzt sieg- und torlos blieben. Daraufhin hatte auch Torhüter Oliver Kahn mit Kritik an Matthäus reagiert.

Thierry Henry drehte nach Arsenals Heimschlappe durch
Thierry Henry scheinen der Welt- und Europameistertitel mit Frankreichs Fußball-Team zu Kopf gestiegen zu sein. Der Star-Stürmer beim Londoner Traditionsverein Arsenal FC war am Dienstag nach der 1:3-Heimniederlage gegen den neuen Tabellenführer Newcastle United völlig von der Rolle. Der Führende der Torschützenliste (15 Tore) der FA-Premiership attackierte nach dem Schlusspfiff Schiedsrichter Graham Poll und war auch von den eigenen Teamkollegen nur schwer zu beruhigen.

Anzeige beim englischen Fußball-Verband
Poll zeigte den Franzosen auch prompt beim englischen Fußball-Verband (FA) an, eine Sperre wird dem Super-Talent nicht erspart bleiben. Der Schiedsrichter war im Highbury-Stadion im Blickpunkt gestanden, als er nach der 1:0-Führung der Gastgeber durch Robert Pires (20.), Ray Parlour kurz vor der Pause vom Platz stellte. Nach der Pause drehten die "Elstern" aus Newcastle mächtig auf: Andy O'Brien gelang nach einer Stunde der Ausgleich, und obwohl auch die Schwarz-Weißen nach dem Ausschluss von Craig Bellamy (72.) nur mehr zehn Mann hatten, gelangen durch Routinier Alan Shearer (86./Elfmeter) und Laurent Robert (90.) noch zwei Treffer zum ersten Sieg in der Hauptstadt seit 1997.

Asche von Cantona soll im Old Trafford verstreut werden
Eric Cantona ist nach wie vor mit Herz und Seele mit dem englischen Fußball-Meister Manchester United verbunden. Gegenüber der französischen Tageszeitung "France Soir" erklärte "King Eric" nun sogar, dass nach seinem Ableben seine Asche über den Rasen im Old-Trafford-Stadion verteilt werden soll. "Das ist der Klub meines Lebens", meinte Cantona, der von den ManU-Fans zum "Spieler der Jahrhunderts" auserkoren worden war.

Frankreich interessiert "King Eric" nicht mehr
Manchester United ist für Cantona derzeit der einzige Klub, für den er sich wirklich interessiert. Der frühere französische Teamspieler verbringt seine Zeit lieber mit Schauspielerei sowie der Organisation von Beachsoccer-Events. Die WM-Ergebnisse seines Heimatlandes bei der Endrunde in Südkorea und Japan interessieren Cantona, der von Ex-Teamchef Aime Jacquet noch vor der WM 1998 ausgemustert worden war, überhaupt nicht. "Ist mir alles egal, nur die Spiele von England interessieren mich."

19.12.2001 14:55