Mittwoch, 19. Dezember 2001

Sportdirektor Mayer hofft auf Podestplatz

Das 30-km-Rennen zum Langlauf-Weltcup am Samstag (08.30 Uhr) in Ramsau am Dachstein hat für die Österreicher doppelte Bedeutung. Einerseits wollen Christian Hoffmann und Co. im Heimrennen mit Spitzenergebnissen aufhorchen lassen, anderseits gilt der Bewerb mit Massenstart auch als wichtiger Test für die Olympischen Spiele in Salt Lake City.

Der WM-Ort Ramsau bietet der Weltelite optimale Bedingungen. Die breite Spur auf der 5-km-Runde bietet ausreichend Möglichkeiten zum Überholen, eine Voraussetzung in dieser für die Zuschauer spannenden Disziplin. Die Österreicher nehmen den Bewerb sehr ernst, die Spitzenläufer haben mit Ausnahme von Michail Botwinow die Station in Davos ausgelassen, um sich speziell vorzubereiten.

ÖSV-Sportdirektor Walter Mayer hat die Ziele entsprechend hoch gesteckt. "Drei unter den ersten Zehn oder einer auf dem Podest", nannte der Ex-Trainer seine Erwartungen an der Stätte des WM-Triumphs der Staffel 1999. Die Hoffnungen tragen vor allem Hoffmann, der zuletzt in Brusson Zweiter über 15 km war, Gerhard Urain und Lokalmatador Achim Walcher.

Trainer Franz Weingartner denkt auch bereits an Salt Lake City. "Für uns ist es auch eine Generalprobe für den ersten Olympiabewerb", sagte der Coach. Er hat mit Hoffmann die kommende Olympia-Vorbereitung imitiert. "Auch im Februar müssen wir wegen der vorangehenden Wettkampfpause versuchen, mit wenig Rennen in Form zu kommen", erklärte Weingartner, der für Aushängeschild Hoffmann die Einsätze behutsam auswählt.

Dass die Spitze im heimischen Langlauf weiterhin sehr klein ist, sieht man an der Teilnehmerzahl. Der ÖSV könnte 15 Läufer stellen, wird aber nur durch etwa zehn vertreten sein.

19.12.2001 14:28