Dienstag, 18. Dezember 2001

Iron Mike sorgt wieder für Wirbel

Skandalboxer Mike Tyson droht wieder neues Ungemach. Der in Las Vegas lebende Ex-Weltmeister im Schwergewicht soll am vergangenen Sonntag in New York beim Verlassen einer Nachtbar seinem Berufskollegen Mitchell Rose erst den Nerzmantel entrissen und dann seinen amerikanischen Landsmann zu Boden geschlagen haben. Tyson sei ausgerastet, nachdem er und seine Begleiter von Rose als "Hühnerköpfe" beschimpft worden waren, hieß es im Polizei-Protokoll.

Bereits in der Bar hätte Rose provoziert, weshalb er des Etablissements verwiesen worden war. Rose bestritt vor drei Jahren seinen letzten Kampf. In seinem Rekord stehen zwei Siege, acht Niederlagen und ein Unentschieden.

"Wir arbeiten an dem Fall. Wir haben Zeugeninterviews geführt, die die Behauptungen von Rose nicht bestätigen", erklärte Tysons Anwalt Darrow Soll, dessen Klient außerdem eine weitere Anklage wegen einer Sexualstraftat droht. Am 16. Juli soll der "Bad Boy" während seines Trainingslagers im kalifornischen Big Bear City eine 50 Jahre alte Kassiererin einer großen amerikanischen Warenhauskette vergewaltigt haben. Laut Staatsanwalt Doug Herndon soll noch in diesem Jahr über eine Anklage entschieden werden. Wegen Vergewaltigung musste Tyson schon einmal eine dreijährige Gefängnisstrafe verbüßen.

Sollte es zu einer Anklage kommen, wäre der für den 6. April geplante Mega-Fight zwischen Tyson und dem britischen Titelträger der Weltverbände WBC und IBF, Lennox Lewis, gefährdet. Für das Duell ist der Rekordbetrag von 100 Millionen Dollar (110 Mio. Euro/1,53 Mrd. S) veranschlagt.

18.12.2001 09:48