Dienstag, 18. Dezember 2001

Italiener wollen Wiedereröffnung vor Weihnachten

Spannungen gibt es zwischen Frankreich und Italien über die Wiedereröffnung des Montblanc-Tunnels, die Anfang Dezember erneut verschoben worden ist. Italienischen Medienberichten zufolge will Italien die Öffnung für den Pkw-Verkehr noch vor Weihnachten erreichen.

Das römische Innenministerium macht Verspätungen auf der französischen Seite für die Verzögerungen bei der Wiedereröffnung verantwortlich, die ursprünglich am 22. Dezember geplant war, aber auf Mitte Jänner 2002 verschoben worden ist. Zur Begründung hieß es auf französischer Seite, erst sollten die Sicherheitsmaßnahmen erneut geprüft werden.

"Wir kämpfen, damit der Tunnel wie ursprünglich geplant am 22. Dezember für den Pkw-Verkehr geöffnet wird. Für den Lkw-Transit müssen wir noch warten", sagte der italienische Verkehrminister Pietro Lunardi. Der Tunnel, der Frankreich und Italien verbindet, ist seit einer Brandkatastrophe vom März 1999 geschlossen; damals kamen 39 Menschen ums Leben.

Die italienischen Behörden drängen auf eine schnelle Wiedereröffnung des Montblanc-Tunnels, da nach einem Brand vom 24. Oktober auch der Gotthard-Tunnel immer noch geschlossen ist und der Güterverkehr nur langsam Italien erreicht. Nach Behördenangaben wurden die neuen Sicherheitsmaßnahmen bereits mehr als 5.000 Mal getestet.

Italien setzt große Hoffnungen auf ein am Donnerstag in Brüssel geplantes Treffen zwischen Lunardi und seinem französischen Amtskollegen Jean-Claude Gayssot. Auf Grund eines Berichts des für die Sicherheit des Tunnels zuständigen Komitees sollen die beiden Minister einen definitiven Beschluss über die Wiedereröffnung des Tunnels ergreifen.

18.12.2001 10:12